Körperbewegungen und Steifheit, Veränderungen des Schriftbildes, eine ausdruckslose Mimik und ein seltenerer Lidschlag. Die Schrift wird kleiner und unleserlich. Durch den verminderten Lidschlag und die fehlende Mimik wirken Parkinson-Patientinnen und -Patienten oft traurig. Außerdem kann die Sprache betroffen sein: sie wird monoton, leise oder stockend. Patientinnen und Patienten flüstern oder haben eine verwaschene Aussprache.

Menschen, die an Morbus Parkinson erkrankt sind, wirken oft ungeschickt. Durch die Verlangsamung ihrer Bewegungen brauchen sie für alltägliche Dinge wie das Anziehen, die Körperpflege oder das Rasieren, sehr viel länger als vor der Erkrankung. Das Knöpfen, Essen mit Messer und Gabel oder Aufschließen einer Tür fällt ihnen oft schwer. Auch gibt es Einschränkungen, die nicht auf den ersten Blick zu erkennen sind. So beginnen etwa 20 Prozent aller Parkinson Erkrankungen mit einer Depression. Außerdem treten vegetative Störungen wie vermehrter Speichelfluss, Schwitzen, Darmträgheit, gestörte Sexualfunktion und nicht zu unterdrückender Harndrang auf, manchmal erst im Verlauf der Erkrankungen. Die Störungen können sich auch wieder zurückbilden.

Welche Therapie wird bei der Pakinson-Erkrankung angewandt?

Die wirksamste Therapie für Parkinson-Patientinnen und -Patienten ist die Zuführung des fehlenden Botenstoffes Dopamin. Da er wegen seiner Struktur nicht direkt ins Gehirn gelangen kann, wird eine Vorstufe dieses Stoffes, das so genannte L-Dopa, verabreicht. L-Dopa gelangt in die Nervenzellen und wird dort vom eigenen Körper zu Dopamin umgewandelt. Seit der Einführung der L-Dopa Therapie sind Krankheitsverläufe von 20 bis 25 Jahren keine Seltenheit mehr. Die Therapie mit L-Dopa ist jedoch nicht ganz einfach. Die Substanz muss oft in Kombination mit anderen Präparaten gegeben werden und kann zu Spätsyndromen wie Einschränkungen der Beweglichkeit und unwillkürlichen Bewegungen, so genannten Fluktuationen, führen.

Aus diesem Grunde werden inzwischen auch andere Wirkstoffe, zum Beispiel so genannte Dopamin-Agonisten, für eine frühe individuelle Monotherapie eingesetzt.

Die Therapie mit Medikamenten wird durch Krankengymnastik, Massagen, Ergotherapie und eventuell Logopädie und Psychotherapie unterstützt
(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:www.optipage.de)




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