Asthma: Therapie Selbstmanagement

 
Asthma: Therapie SelbstmanagementAls Peak-Flow bezeichnet man die maximale Atemstromstärke, die bei maximaler Ausatmung erreicht wird. Je enger die Bronchien sind, desto geringer fällt der Wert aus. Die Peak-Flow-Werte sind auch die Grundlage der Einteilung des Asthmas in die drei Schweregrade. Die tägliche Peak-Flow Messung dient dazu, daß jeder Asthmatiker eine Einschätzung seines momentanen Atemwegszustands bekommt und seinen Krankheitsverlauf besser verstehen und nach dem Stufenplan in Absprache mit dem Arzt selbst kurzfristig reagieren kann. Routinemäßige Messungen des Peak-Flow sollten morgens nach dem Aufstehen und abends durchgeführt werden. Zusätzliche Messungen sind bei Gefühl von Atemnot, bei Bronchialinfekten, bei Therapieum- oder -neueinstellungen, bei stärkeren Abweichungen vom persönlichen Peak-Flow-Bestwert oder größeren Schwankungen angeraten.

Der Therapie-Plan für das Selbst-Management beruht wesentlich auf den gemessenen Peak-Flow-Werten. Der wichtigste Wert ist dabei der persönliche Peak-Flow-Bestwert, also der höchste Wert, der bei langfristiger Messung und Protokollierung der täglichen Werte erreicht wird. Ausgehend von der Basismedikation für die Dauertherapie wird vom Arzt in Zusammenarbeit mit dem Patienten ein Plan aufgestellt, welche Maßnahmen getroffen werden müssen, wenn sich die Atemwegssituation verschlechtert, d.h. der Peak-Flow bestimmte Schwellenwerte unterschreitet. Dabei werden drei Zonen unterschieden:
  • Grüne Zone: Alles in Ordnung Der aktuelle Peak-Flow-Wert beträgt 80 bis 100 Prozent des persönlichen Bestwertes.
  • Gelbe Zone: Achtung! Maßnahmen erforderlich. Der aktuelle Peak-Flow-Wert fällt auf 50 bis 80 Prozent des persönlichen Bestwertes und die Asthmasymptome werden häufiger. Als Maßnahme werden ß2-Sympathomimetika inhaliert und entsprechend dem aufgestellten Therapieplan weitere Medikamente (z.B. Kortikosteroide, Theophyllin) eingenommen. Wenn sich die Symptome wiederholen, sollte der Arzt aufgesucht werden. Meist ist dann die Basistherapie neu einzustellen.
  • RoteZone:Notfallprogramm. Der aktuelle Peak-Flow-Wert fällt unter 50 Prozent des persönlichen Bestwertes und es besteht Atemnot in Ruhe oder bereits bei leichter körperlicher Betätigung. Jetzt müssen sofort ß2-Sympathomimetika inhaliert und bei ausbleibender Besserung entsprechend dem aufgestellten Notfallplan Kortison-Tabletten eingenommen werden. Wenn dann nach 30 Minuten immer noch Atemnot herrscht oder der Peak-Flow-Wert sich nicht entscheidend gebessert hat, muß sofort ein Arzt aufgesucht werden.





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