Chemotherapie bei Kindern
Chemotherapeutische Medikamente (Zytostatika) zerstören Krebszellen. Sie werden entweder in Form von Tabletten, Säften, Infusionen oder Spritzen verabreicht. Befindet sich Ihr Kind in Langzeittherapie bei Ihnen zu Hause, überwachen Sie bitte gewissenhaft, ob es seine Medikamente auch richtig und regelmäßig einnimmt. Die Chemotherapie dauert im Regelfall zwischen einem und zwei Jahren. Die Dauer hängt von der Art des Tumors, dem Krankheitsstadium und der Behandlungsmethode ab. Meist werden mehrere Medikamente in kombinierter Form verabreicht (kombinierte Chemotherapie). Wie wird die Chemotherapie verabreicht Der Großteil der zytostatischen Chemotherapie muss über denBlutweg an den Ort der Wirkung gelangen, die Zufuhr der Medikamente über das Blut ist daher unbedingt notwendig. Um Ihrem Kind während der monatelangen Behandlung immer wieder Venenstiche zu ersparen, gibt es für diesen Zweck dauerhafte Kathetersysteme (Hickman- oder Broviackatheter; Port-a-Cath-Systeme). Diese werden mittels eines chirurgischen Eingriffes implantiert und können für die Psyche Ihres Kindes von großem Vorteil sein.
Welche Nebenwirkungen kann die Chemotherapie haben
Die Chemotherapie greift ähnlich wie die Strahlentherapie sowohl in den Teilungsprozess gesunder als auch krebskranker Zellen ein. Dadurch treten zwangsläufig Nebenwirkungen auf, die von Kindern unterschiedlich vertragen werden. Im Regelfall verschwinden sie, sobald die Chemotherapie beendet wird. Von besonders großer Bedeutung sind die Nebenwirkungen der Chemotherapie auf das Knochenmark, der Stätte, wo das Blut gebildet wird. Der Grund: Zytostatika beeinträchtigen die Produktion von gesunden Blutkörperchen und Blutplättchen. Dadurch besteht während der Behandlungszeitfür Ihr Kind erhöhte Gefahr von:
- Infektionen, weil die Zahl der weißen Blutkörperchen durch chemotherapeutische Medikamente verringert wird
- leichter Blutarmut, da die Zahl der roten Blutkörperchen vermindert sein kann
- Blutungen, weil weniger Blutplättchen produziert werden
- Treten während der ambulanten Behandlungsphase Infektionen, Blutarmut oder Blutungen bei Ihrem Kind auf, so ist das ein ernstes Warnsignal. Bitte informieren Sie deshalb umgehend Ihren Arzt.
Andere Nebenwirkungen der Chemotherapie sind:
- Übelkeit und Erbrechen
- Schmerzen an der Injektionsstelle
- Haarausfall
- Entzündung der Schleimhäute im Mund
- Verstopfung oder Durchfälle
Worauf Sie unbedingt achten sollten:
- Schmerzen oder Fieber: Reagiert Ihr Kind auf die Chemotherapie mit Schmerzen oder Fieber, melden Sie dies Ihrem Arzt. Geben Sie Ihrem Kind ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt grundsätzlich keine Medikamente, vor allem kein Aspirin.
- Infektionskrankheiten: Infektionskrankheiten stellen für krebskranke Kinder unter Chemotherapie eine lesen Sie weiter


