Depressionen: Tipps für den Alltag

Obwohl Abmagerungskuren bei manchen Menschen das Selbstwertgefühl und das Selbstbewusstsein heben, gibt es auch Hinweise dafür, dass sie die Stimmungslage
verschlechtern können. Eine spezifische Diät gegen die Depression gibt es bislang nicht. So ist es sinnvoller, während einer Depression ein konstantes Körpergewicht beizubehalten und auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu achten.
Körperliche Bewegung tut auch der Seele gut!
Bereits kurze Spaziergänge - wenn möglich noch an der Sonne - haben eine stimmungsaufhellende Auswirkung. Die antidepressive Wirkung körperlicher Aktivität sollte auf keinen Fall unterschätzt werden. Zwingen Sie sich dazu, sich zu bewegen, auch wenn Sie überhaupt keine Lust dazu verspüren. Gehen Sie täglich wenigstens für eine halbe Stunde an die frische Luft! Vorteil dieser 'Zusatztherapie': Sie hat im allgemeinen keinerlei unangenehme Nebenwirkungen!
Sprechen Sie mit anderen über Ihre Probleme
Häufig wissen Depressive selbst nicht, wie es um sie steht und wollen ihre eigene Erkrankung nicht erkennen. Sie müssen als ersten Schritt
akzeptieren, dass Ihre Psyche krank ist und Hilfe von außen braucht! Auch wenn es Ihnen als Betroffener/Betroffenem sehr schwer fällt, über sich selbst und Ihre Probleme zu reden oder um Hilfe zu bitten, tun Sie es trotzdem! Sie können am ehesten etwas bewegen, wenn Sie einen Arzt oder eine andere kompetente Person Ihres Vertrauens aufsuchen und offen darüber reden, wie Sie sich fühlen. Nur so können die anderen Ihre Probleme wirklich verstehen und Ihnen helfen. Geeignete Ansprechpartner können neben Ihrer Hausärztin/Ihrem Hausarzt oder einer Spezialistin/einem Spezialisten zunächst auch eine Vertrauensperson oder eine Selbsthilfegruppe sein. Falls Sie lieber anonym bleiben möchten, aber trotzdem mit jemandem über Ihre Probleme sprechen möchten, ist dies bei vielen Selbsthilfeorganisationen ebenfalls möglich.
Zusammenfassung: Tipps für den Alltag
- Leben Sie aktiv und gesund!
- Achten Sie auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung!
- Betätigen Sie sich körperlich, denn schon kurze Spaziergänge können Ihre Stimmung heben.
- Achten Sie auf Ihre Medikamenteneinnahme! Nehmen Sie, selbst wenn es Ihnen bereits besser geht, Ihre Arzneimittel genau nach den Anweisungen
- Ihres Arztes ein. Dies ist der sicherste Weg, um unangenehme Rückfälle zu vermeiden.
- Und vergessen Sie nicht: Mit anderen reden ist der erste Schritt auf dem Weg aus der Depression!
Tipps für Angehörige
Depressive Menschen sind wirklich krank!
Menschen, die an einer Depression leiden, sind weder schwach, arbeitsscheu, noch hypochondrisch veranlagt oder hysterisch, sondern schlichtweg krank. Sie sind auch keine Versager! Treiben Sie daher Ihre(n) Angehörige(n) nicht mit Aussprüchen wie "Reiß dich endlich zusammen", "du musst nur wollen" oder ähnlichen Phrasen noch tiefer in die Depression.
Depressive Menschen brauchen verständnisvolle Ansprache
Zeigen Sie als Angehöriger oder Bekannter Verständnis und hören Sie vor allem zu. Denn der beste Weg aus einer Depression ist für die Betroffene (den Betroffenen), über vorhandene Probleme zu sprechen. Ein an Depression erkrankter Patient braucht
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