braucht viel Einfühlungsvermögen, Zuwendung, Verständnis und Stabilität. Tragen Sie Ihren Anteil dazu bei und lernen Sie Verständnis für dieses Leiden aufzubringen!

Nehmen Sie Selbsttötungsabsichten nicht auf die leichte Schulter!

Wenn Todeswünsche von Ihren Angehörigen geäußert werden, sollten Sie hellhörig werden. Fehler wären hier einerseits Bagatellisierungen aber andererseits auch Überdramatisierungen. Häufiger geäußerte Selbsttötungsabsichten von Depressiven führen oft zu Verunsicherungen im Familien- und Freundeskreis. Daher sollte, wenn eine zuverlässige Betreuung des Betroffenen nicht mehr gewährleistet ist, unter Umständen auch eine Klinikeinweisung zum Schutz des Patienten vor sich selbst in Betracht gezogen werden.

Haben Sie Geduld!

Bereiten Sie sich auf eine langandauernde Zerreißprobe auch für Ihre Nerven vor und üben Sie sich in Geduld. Depression ist eine Krankheit, die relativ gut behandelt werden kann und heilbar ist. Die Betroffenen sollten deshalb möglichst schnell ärztliche Hilfe erhalten. Helfen Sie Ihrem depressiven Verwandten dabei, einen Arzt aufzusuchen und bieten Sie sich als Begleitperson an, wenn dieser Wunsch geäußert wird. Für die Stellung der richtigen Diagnose und Beginn der Behandlung könnten Ihre Schilderungen für den Arzt sehr hilfreich sein. Da die meisten Betroffenen in Partnerschaften leben, wird die Familie häufig in die Behandlung mit einbezogen, entweder nur informell oder gar im Rahmen einer Paartherapie. Bei einer länger dauernden Therapie ist es häufig hilfreich, wenn die Angehörigen den Erkrankten hinsichtlich seiner Behandlung unterstützen können.

Helfen Sie bei der Behandlung mit!

Ermutigen Sie Ihre Angehörigen, die verordneten Medikamente regelmäßig einzunehmen und überwachen Sie dies eventuell diskret. Und keine Angst, Antidepressiva (Medikamente gegen die Depression) machen nicht süchtig! Die Arzneimittel dagegen nicht einzunehmen, kann fatale Folgen haben. Schwer Depressive sind extrem selbsttötungsgefährdet und wenn die Wirkung der Tabletten nachlässt, könnten diese Selbsttötungsgedanken sich wieder verstärken.

Achten Sie auch darauf, daß für Ihre(n) Angehörige(n) kein Tag ohne körperliche Aktivität vergeht. Machen Sie täglich kleine Spaziergänge oder Ausflüge. Ermunterung und konsequente Begleitung, wenigstens anfangs, liefern beste Aussichten auf Erfolg.

Was Sie nicht tun sollten

Bedenken Sie, dass manche Betroffene weder ein noch aus wissen und von ihrer Depression regelrecht beherrscht werden.
(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:http://www.medworld.de)




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