Diabetes Mellitus Typ 2

So entsteht ein Diabetes mellitus Typ 2
Auf der Basis einer Veranlagung kann es mit fortschreitendem Alter und/oder durch Übergewicht zu dem Diabetes mellitus Typ 2 kommen. Bei den Betroffenen wird entweder das körpereigene Insulin nicht in ausreichender Menge gebildet, oder die Wirksamkeit des vorhandenen Insulins ist herabgesetzt. Die Folge sind erhöhte Blutzuckerwerte. Dies kann lange Zeit unbemerkt bleiben. In seltenen Fällen können die hohen Zuckerwerte aber auch Symptome verursachen.Diagnose und Therapie
Um einen Diabetes mellitus Typ 2 zu diagnostizieren muss der Arzt mehrfach erhöhte Blutzuckerwerte feststellen. Je nach Höhe der Blutzuckerwerte, den zusätzlich eventuell bestehenden Erkrankungen und je nach den Lebensumständen des Patienten gibt es verschiedene Möglichkeiten der Behandlung: eine Umstellung des Ernährungs- und Bewegungsverhaltens vorschlagen. Denn auch schon eine Gewichtsabnahme von wenigen Kilo verbessert die Stoffwechsellage und der Blutzucker kann ausreichend eingestellt sein. Am besten kombiniert man die Ernährungsumstellung mit regelmäßiger Bewegung. Das soll kein Leistungssport sein. Rad fahren, Schwimmen, regelmäßige Spaziergänge oder andere Aktivitäten, die sich in den Alltag einbauen lassen, bewirken, dass die Muskeln mehr Zucker verbrennen und dass das Insulin im Körper besser wirkt. Spezielle Schulungsprogramme vermitteln die notwendigen Kenntnisse zur Umstellung auf eine ausgewogene gesunde Ernährung und zu den Möglichkeiten der körperlichen Ertüchtigung.Lassen sich die Blutzuckerwerte durch Gewichtsabnahme und körperliche Aktivität nach einer bestimmten Zeit nicht ausreichend einstellen, kann auf Tabletten zurückgegriffen werden. Sollte diese Therapie ebenfalls nicht ausreichend sein, ist unter Umständen die Gabe von Insulin notwendig. Zusammen mit dem Patienten entscheidet der Arzt über den Einsatz der notwendigen und passenden Therapie. Nach einem Herzinfarkt sollte die Behandlung immer mit Insulin erfolgen.
Die Behandlung mit Medikamenten
- Tabletten: vorwiegend solche Tabletten empfohlen, die hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Sicherheit gut erprobt sind – auch bei längerer Einnahmedauer. Dazu zählen die Wirkstoffe Metformin und Glibenclamid. Diese sollten nicht miteinander eingenommen werden, da dies Nebenwirkungen und langfristige Schädigungen verstärken kann. Die Angabe, um welchen Wirkstoff es sich bei einem Medikament handelt, findet man auf dem Beipackzettel gleich am Anfang nach dem Handelsnamen des Präparates, unter dem Stichwort „Wirkstoffe“ oder direkt auf der Packung.
- Insulin: Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 können sich gemeinsam mit ihrem Arzt auch für eine Insulinbehandlung entscheiden, wenn dadurch das vereinbarte Behandlungsziel besser erreicht werden kann.Das dem Körper fehlende Insulin kann durch das Spritzen unterschiedlicher Insulinpräparate ersetzt werden.


