Die Brachytherapie für Prostatakarzinom
Bei dieser Art der Strahlentherapie von innen werden kleinste radioaktive Teilchen, sog. I-125 Seeds unter Ultraschallkontrolle durch den Damm über Hohlnadeln in die Prostata eingebracht. Die Behandlung ist ambulant oder kurzstationär durchführbar. Zur Betäubung wird eine Vollnarkose oder eine Rückenmarksanästhesie angewendet. Die Radioaktiven Seeds bestrahlen die Prostata von innen, bis sie im Laufe eines Jahres ihre Radioaktivität verlieren. Dadurch kann eine hohe Strahlendosis dort erzielt werden, wo sie benötigt wird, nämlich im Prostatakrebs. Die Strahlendosis außerhalb der Prostata ist äußerst gering. Eine Strahlenbelastung an der Körperoberfläche tritt praktisch nicht auf. Trotzdem wird den Patienten geraten, sich für einige Monate nicht in der Nähe kleiner Kinder oder schwangerer Frauen aufzuhalten. Patienten, für die eine Brachytherapie in Frage kommt: Bei entsprechenden Befunden, die stark für einen lokal begrenzten Tumor sprechen und die technische Durchführung erlauben, wird die Brachytherapie, oder interstitielle Strahlentherapie als jüngstes und modernstes der etablierten kurativen Verfahren angeboten.Vor- und Nachteile:
Durch die Bestrahlung der Prostata direkt von innen können hohe Strahlendosen auf den Tumor wirken, da die umliegenden Organe besser als bei der extrakorporalen Strahlentherapie geschont werden.Probleme, die nach dem Einbringen der radioaktiven Teilchen auftreten, können in der Regel gut mit Medikamenten kontrolliert werden. Kurzfristig können Probleme beim Wasserlassen auftreten, die eine vorübergehende Katheterbehandlung notwendig machen. Sehr selten entsteht eine längerfristige Inkontinenz. In 50-85 % der Fälle kann die Potenz erhalten werden.


