Fragen zur Blutstammzellspende

 
Fragen zur Blutstammzellspende

Wie werden Stammzellen gespendet?

Blutbildende Stammzellen können heute sehr elegant aus dem Blut der Spender gewonnen werden.
Der Spender bekommt einige Tage ambulant am Morgen und am Abend eine Spritze unter die Haut. Dabei können Kopf- und Knochenschmerzen auftreten. Dieses Medikament "lockt" die Stammzellen aus dem Knochenmark, wo sie sich in größerer Zahl befinden. Die Zahl der weißen Blutkörperchen ist kurzfristig erhöht. Nach meist fünf Tagen werden die Stammzellen aus dem Blut mittels Leukapherese "herausgewaschen" (zentrifugiert). Der Spender kommt in die Klinik für fünf bis sechs Stunden. In zwei Armvenen werden Blutentnahmenadeln gelegt und über Plastikschläuche mit der Zentrifuge verbunden. Über einen kontinuierlichen Blutstrom werden die Stammzellen herauszentrifugiert und gesammelt. Ein stationärer Aufenthalt ist nicht erforderlich.

Wie läuft die Stammzelltransplantation beim Patienten ab?

Einige Tage vor der Transplantation wird der Patient mit Bestrahlung und Chemotherapie behandelt, um sein krankes Knochenmark zu zerstören. Die vom Spender gewonnenen Stammzellen werden von einem Arzt sofort zur Klinik des Patienten gebracht und dem Patienten wie eine normale Blutkonserve verabreicht. Die Stammzellen siedeln sich nun im Knochenmarkraum des Patienten an und beginnen sich zu vermehren. Bereits 2 bis 3 Wochen nach der Transplantation sind die neuen gesunden Zellen im Blut des Patienten nachweisbar.

Welche Risiken und Nebenwirkungen gibt es bei einer Stammzellspende?

Da hier kein Eingriff nötig ist, entfällt ein mögliches Narkose-Risiko. Als Nebenwirkungen können während der G-CSF-Gabe grippeähnliche Symptome wie Gelenkschmerzen und Fieber auftreten. Die Nebenwirkungen bilden sich nach Ende der Behandlung zurück. Bei der Gewinnung der Stammzellen aus dem Blut kann es u.a. zu allergischen Reaktionen kommen.




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