Homöopathie und Schulmedizin

 
Homöopathie und SchulmedizinDiese und die folgenden Entdeckungen von Hahnemann waren völlig empirisch, d.h. aus reiner Erfahrung gewonnen. Man kann dies alles wissenschaftlich-theoretisch heute noch nicht nachvollziehen, weshalb die Homöopathie auch immer stark angezweifelt wurde und wird. (Siehe dazu z.B. die 10 Thesen der Medizinischen Fakultät Zürich zur Komplementärmedizin). "Es braucht viel Grösse und Demut, um die Kleinheit der Insel unseres Wissens im Meer unseres Nichtwissens (oder Noch-Nicht-Wissens) zu erkennen." Für mich sind diese faszinierenden Erfahrungen (von Hahnemann bis heute) auch ohne exakte Theorie sehr viel wert. Die Schulmedizin sollte neue Impulse aus diesem Prototyp einer, durch ihre Mobilisation körpereigener Kräfte und durch ihre ganzheitliche Sicht des Menschen zu einer anstrebenswerten ldealform der medizinischen Therapie werdenden Heilslehre schöpfen. Andere, ähnliche Heilsformen sind, so gesehen, auch die Akupunktur und andere ähnliche Therapien, die (richtig angewandte) Pflanzenheilkunde, die Heilung mit Ernährung und Diät und die Psychotherapie. Dinge also, die auch ein rein "schulmedizinisch" arbeitender Hausarzt bereits schon immer in seiner Heilkunst angewandt hat. In dieser "ganzheitlichen" Schau vom Menschen sind auch die Sinnfragen enthalten (welcher Sinn hat die jeweilige Krankheit).

Die Gefahr einer zu einseitigen "Schulmedizin" liegt in der Suche, nur Schmerzen oder Funktionseinbussen zu eliminieren, Alterungs- und Abnützungserscheinungen zu bremsen, die Arbeitsfähigkeit zu erhalten, vorzeitigen Tod oder Invalidisierung zu verhüten. Das heisst, im Wesentlichen irgendwelche lästigen oder potentiell gefährlichen Zustände wegzukurieren bis zu einem üblichen Zustand von Indifferenz, in dem unser Organismus so gut funktioniert, dass wir ihn kaum mehr spüren. Da mit lesen Sie weiter




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