Psyche - Hormone - Hoden

Was ist denn richtig, in diesem Zusammenhang?
Richtig ist, daß es in der Realität keine hormonell unabhängige Psyche gibt und keine psychisch unabhängigen Hormonwerte!Einen depressiven Mann mit gut-normalen (=optimalen) Werten für freies Testosteron gibt es nicht. Und wenn ein Mann suboptimale Testosteronwerte hat, dann ist er depressiv (erst recht natürlich, wenn er unter-normale Werte hat)! Wenn ein Mann in eine Situation kommt, die ihn zur Passivität verurteilt, d.h. in der er nur als Passiver fungieren kann (untergeordnet, ohne eigene Gestaltungsmöglichkeiten), dann "passiert" ihm vielerlei, u.a.:
- er wird depressiv
- einiges Testosteron wird an Globuline gebunden und steht damit nicht mehr für "manpower" zur Verfügung (anderes Testosteron wird sogar in weibliches Geschlechtshormon verwandelt, was die soziale Anpassung erleichtert)!
- Hypothalamus und Hypophyse verändern ihre Sekrete und Rezeptorempfindlichkeiten, wie auch Hoden und Nebennieren (und vermutlich alle anderen Drüsen und Organe)
Und umgekehrt (nicht: "oder umgekehrt"), denn all dies geschieht vollkommen synchron. Nicht das eine ist die Ursache des anderen, oder das andere die Ursache des Einen. Nein: Psyche, Hormon"regelkreise", Enzymaktivität und Organe sind nicht getrennt und "wirken aufeinander", sondern es gibt keine Trennung dieser "Dinge". Alles geschieht "realtime" simultan ineinander verwoben.


