Psycho-Darwinismus?
Leichter gesagt als getan? Ja, natürlich ist das schnell gesagt. Bedenken Sie: Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, daß sich bei unverändertem Verhalten auch an Ihrem Umfeld und Ihrer Position darin nichts ändert. Wenn also Power in Ihrem Leben auch zukünftig keinen Sinn macht, dann können Sie von verschiedenen sehr wirksamen Maßnahmen, die hier beschrieben sind, keine lange andauernde Potenzförderung erwarten! Das wäre wider-biologisch. Wenn Sie in einer Situation der Passivität verharren, sei es beruflich oder privat, haben Sie kein Recht auf Potenz. Biologisch gesehen. Und andere Kriterien gibt es in diesem Bereich nicht. Sie können mir den Vorwurf machen, darwinistisch zu denken. Aber Sie wissen genau, oder vielleicht ahnen Sie genau, daß ich Recht habe. Es macht keinen Sinn, daß ein passiver Mann, der als Manövriermasse seiner Umgebung dient, plötzlich "eine Kanone im Bett" ist! Wäre er wirklich potent, wäre er keine Manövriermasse. Andernfalls könnte sein Verhalten eher schizophren als potent genannt werden.Schaffen Sie also eine Situation, in der es Sinn macht, potent zu sein. Überlegen Sie: Bin ich in einer Lage (beruflich und privat), in der es Sinn macht Kinder zu zeugen und für sie die Verantwortung zu übernehmen? Falls nein, was ist der Hinderungsgrund? Damit haben Sie schon die eigentliche Ursache für Ihre Potenzprobleme. Seien Sie in der Beantwortung 100% aufrichtig - Illusionen bringen Sie hier nicht weiter. Vielleicht hilft Ihnen folgende Information dabei, auch intellektuell zu begreifen, was Sie emotional ohnehin längst "wissen": Der Leitwolf eines Wolfsrudels bespringt auch nicht alle Tage irgendeine läufige Wölfin. Ist die Situation des Rudels so, daß weitere Mitglieder nicht sinnvoll sind (Nahrungsangebot, Reviergröße), dann gibt es auch keinen "Sex", punkt um. Ist es nach der Rudelsituation sinnvoll, Nachwuchs zu haben, dann wird er auch gezeugt! Ungewöhnlich, diese Herangehensweise an Potenzprobleme. Denken Sie darüber nach!
Der Leitwolf hat, im Unterschied zu Ihnen, den kaum zu überschätzenden Vorteil, in dieser Hinsicht keiner Erwartungshaltung seiner Umgebung zu unterliegen und auch mit sich selbst vollkommen im Reinen zu sein . Da ist sich das Rudel völlig einig, daß Sex in dieser Situation keinen Sinn hat. Niemand käme auf die Idee, den Leitwolf impotent zu nennen, nur weil er eine läufige Wölfin nicht bespringen will. Es gibt auch keine Regelung der Form "zweimal in der Woche" o.ä. - eine absurde Idee in diesem Zusammenhang ... Einige sehr merkwürdige Entwicklungen unserer Kultur, haben diese Gesichtspunkte vollkommen in Vergessenheit geraten lassen. Wir Menschen können uns jedoch nicht beliebig von unseren biolgischen Grundlagen lösen - nur weil es irgendwann "schick" oder opportun geworden ist, zum "Lifestyle" gehört oder von ahnungslosen "Therapeuten" so definiert wird.


