Verschiedene Verhütungsmiddel

 
Verschiedene Verhütungsmiddel

Das Kondom

Das aus hauchdünnem elastischen Gummi (Latex) bestehende Kondom wird vor dem Verkehr über das erigierte (steife) Glied gezogen. Unmittelbar nach dem Samenerguß wird der Penis vorsichtig aus der Scheide gezogen, wobei das Kondom am oberen Rand festgehalten werden soll, damit keine Samenflüssigkeit in die Scheide gelangen kann. Der zusätzliche Vorteil von Kondomen liegt darin, dass gleichzeitig die Übertragung von Krankheitserregern (Gonorrhöe, AIDS) verhindert wird. Nachteil des Kondoms ist, dass es bei fehlerhafter Handhabung beschädigt und undicht werden kann, wodurch Samenzellen zur Befruchtung gelangen können.

Achten Sie beim Kauf von Kondomen auch darauf, dass das Verfalldatum noch nicht abgelaufen ist. Wichtig: Ein Kondom darf niemals zweimal verwendet werden.

Das Diaphragma

Das Diaphragma/Pessar ist eine elastische Gummikappe von 6 bis 10 cm Durchmesser, welche vom Frauenarzt/ von der Frauenärztin zum korrekten Sitz angepasst wird. Vor dem Verkehr wird das Pessar/Diaphragma beiderseits mit einer samenabtötenden (spermiziden) Salbe behandelt, durch die Scheide eingeführt und vor dem Muttermund fixiert. Dort bleibt es noch mindestens 8 Stunden danach liegen, bevor Du es entfernen, spülen und bis zur nächsten Anwendung beiseite legen kannst.

Die 3-Monatsspritze

Als Alternative zu Pillen, die täglich eingenommen werden müssen, steht die sog. "Depotspritze" zur Verfügung, ein reines Gestagenpräparat (wie die Minipille), das als Injektion in die Gesäßmuskulatur durch den Arzt verabreicht wird und für bis zu 3 Monatewirken kann. Diese lange Wirkdauer hat einerseits den Vorteil, dass sie eine sichere Verhütung ohne die Möglichkeit von Einnahmefehlern (Vergessen der Pille) bewirkt, andererseits ist nachteilig, dass bei Auftreten von Unverträglichkeiten oder Nebenwirkungen ein schnelles Absetzen nicht möglich ist, sondern bis zum Abklingen der Wirkung gewartet werden muss.

Zudem kommt es unter Anwendung relativ häufig zu Regelstörungen bzw. kann es recht lange dauern, bis sich der körpereigene Rhythmus nach Absetzen der Spritze wieder einstellt. Diese Methode ist daher zumeist Frauen vorbehalten, die ihre Familienplanung mittelfristig abgeschlossen haben und bei denen Unverträglichkeiten gegen Pillenhormone nicht zu erwarten sind.




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