kann dem Gespräch ebenfalls den Schrecken nehmen. Beruhigend ist außerdem für einen Mann zu wissen, dass es zum Tagesgeschäft eines Urologen gehört, mit seinen Patienten über sexuelle Probleme zu reden. Zum Gespräch gehören aber nicht nur Fragen nach der Sexualität: Den Arzt wird zudem interessieren, ob der Mann Schmerzen im Harntrakt oder Probleme beim Wasserlassen hat. Er wird sich vor allem auch nach eventuellen Herz-Kreislauf-Problemen erkundigen, etwa nach dem Blutdruck oder Herzstolpern. Oft sind nämlich Gefäßerkrankungen wie Arteriosklerose die Ursache für Erektionsstörungen.

Bluttests können Hinweis auf Diabetes oder Herzerkrankung geben

In jedem Fall wird der Arzt dem Patienten auch Blut abnehmen. Denn die Höhe bestimmter Blutwerte - wie Cholesterin und andere Blutfette - können ebenfalls ein Hinweis auf eine Herz-Kreislauf-Erkrankung sein. Von großem Interesse ist ausserdem der Blutzuckerwert, da hinter einer Erektionsstörung oft auch Diabetes steckt: Bei bis zu 30% aller Patienten, die wegen erektiler Dysfunktion den Arzt aufsuchen, stellt sich heraus, dass sie unter Diabetes leiden, sagt Dr. Jürgen Zumbé, Leiter der Urologischen Abteilung im Klinikum Leverkusen. Hat ein Urologe den Verdacht, dass die Erektionsstörungen mit einem Diabetes oder einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zusammenhängen, wird er den Patienten in jedem Fall zu einem Internisten oder Kardiologen überweisen. Neben dem ausführlichen Gespräch und Bluttests gehört auch die körperliche Untersuchung zur Diagnose der Erektionsstörungen: So wird der Arzt einen durch einen sterilen Handschuh geschützten Finger in den Enddarm einführen, um zu fühlen, ob die Prostata vergrößert ist. Auch die Bauchorgane, Flanken, Leisten und Genitale wird er abtasten.
(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:http://www.diabetes-austria.com)




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