Diagnostik der Multiple Sklerose

Diagnostik
MS ist nur mit vielen verschiedenen Untersuchungen zu diagnostizieren. Dann ist es immer noch unsicher, weil es keine sichere Untersuchungsmethode gibt, die eine MS beweist oder ausschließt. Bestimmt wird die Art und Schwere der Erkrankung, durch festgelegte, vorgegebene diagnostische Kriterien. Es vergeht oft lange Zeit bis zur endgültigen Diagnosestellung. Der erste Weg bei den eindeutigen Beschwerden, wird sicherlich über den Hausarzt zum Neurologen führen. Die MS wird allerdings letztendlich von keinem Studium begriffen, vielleicht eher vom Leben. Wenn man die Gesundheitsmaschinerie wieder halbwegs komplett verlassen konnte, kann im Kontakt zu Mitbetroffenen die Eigendiagnostik einsetzen.Frühdiagnostik
Die Diagnose MS wird oft erst spät gestellt, zuerst treffen lediglich verschiedene Punkte zu, die schulmedizinisch als wesentliche Diagnosevorraussetzung festgelegt sind. Die Erkrankung ist in der Bevölkerung wenig bekannt, wobei es sich oft eher um ein "nicht wissen wollen" handelt. Die ersten Symptome werden häufig bagatellisiert - und das nicht nur vom Patienten. Sogenannte stille Schübe mit zeitweisen leichten Beschwerden werden meistens nicht wahrgenommen, könnten aber durch die Kernspintomographie (MRT) mit hoher Wahrscheinlichkeit dargestellt werden.Im Frühstadium der Entzündung sollen die Schädigungen (Läsionen) noch durch medikamentöse Therapie zu beeinflussen sein, wahrscheinlich ist damit Kortison gemeint. Die Demyelisierung (Entmarkung) und axonale Schäden (an den Nervenleitungen), können jedoch nicht mehr rückgängig gemacht werden. Das Erscheinungsbild MS ist vielgestaltig, die Anfangsbeschwerden können auch durch andere Erkrankungen verursacht werden. Mitunter kann es, auch für einen sehr erfahrenen Arzt, schwierig sein, die Symptome im Frühstadium einzuordnen.


