Kernspintomographie (MRT)
Die Kernspintomographie oder Magnetresonanztomographie (MRT) ist eine spezielle Untersuchung, bei der Gehirnstrukturen bildlich dargestellt werden und entsprechende Entzündungen oder Vernarbungen sichtbar werden. Diese Untersuchung ist sehr genau und verhindert durch ihre spezielle Technik eine Strahlenbelastung beim Erkrankten, im Gegensatz zum Röntgen. Die Methode wird auch Magnetresonanzverfahren genannt, da innerhalb des Tomographen ein Magnetfeld um den Patienten erzeugt wird. Die Untersuchung ist nicht angenehm, aber schmerzfrei. In der engen Trommel muss ein Gehörschutz getragen werden, dass Erzeugen des Magnetfelds geht mit einem unterschiedlich lauten Klopfen einher. Patienten mit Platzangst sollten die durchführenden Fachkräfte vorher darauf hinweisen. Manchmal, aber nicht grundsätzlich, muss ein Kontrastmittel gegeben werden, das erfolgt entweder oral, oder intravenös per Infusion.Nervenwasseruntersuchung / Lumbalpunktion
Durch die Nervenwasseruntersuchung kann ein entzündlicher Prozeß im Gehirn festgestellt werden. Es wird durch eine Punktion an einem bestimmten Punkt an der Wirbelsäule aus dem Nervenkanal entnommen. Im Nervenwasser (Liquor) sind bei einer MS bestimmte Eiweißkörper nachweisbar, die bei der Diagnose helfen, außerdem kann bei MS die Liquorzellzahl erhöht sein. Bei manchen Erkrankten ist trotz klarem Krankheitsbild, nichts im Liquor zu erkennen. Die Untersuchung selbst ist unangenehm, da sie mit sehr viel Angst belegt ist. Danach ist man erstaunt, dass sie schon vorbei ist. Manches mal geht es aber auch nicht so ganz ohne Schmerzen, wenn mit der Nadel ein Nerv getroffen wird oder der Erkrankte sehr verspannt ist. Unangenehm kann es werden, wenn man die strikte Bettruhe danach nicht einhält. Unter Umständen kann es zu starker Übelkeit mit Erbrechen und heftigen Schmerzen kommen. Das kann einige Tage anhalten, man sollte das nicht unterschätzen.Evozierte Potenziale (EVP)
Die Geschwindigkeit der Reizleitung im Gehirn wird durch an der Kopfhaut angebrachte Elektroden untersucht. Dabei geht es um die Geschwindigkeit der Verarbeitung des ausgelösten Signals. Untersucht werden in der Regel optische, akustische oder elektrische Reize. Damit können Schädigungen an den Nervenleitungen durch die MS anhand von Verzögerungen der Reaktionen festgestellt werden. Bei einer Störung der Nervenleitung, bzw. einer Vernarbung, wird es schlecht oder gar nicht übertragen.(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:http://www.muskl.de)


