Folgeerkrankung der MS

 
Folgeerkrankung der MS

Folgeerkrankungen

Folgeerkrankungen können sich durch bestimmte Einschränkungen, z.B. beim Gehen, oder bei Funktionen, z.B. Blase oder Darm, entwickeln. Sie können, aber sie müssen sich nicht entwickeln. Ebenso treten nicht alle möglichen Folgeerkrankungen bei einem einzelnen Betroffenen auf.

Entzündungen der Harnwege

Eine häufige Folgeerkrankung ist die Entzündung der Harnwege. Eine Harnwegsinfektion kann sich durch häufigeres Wasserlassen und/oder durch ein Brennen beim Wasserlassen bemerkbar machen, so wie durch Schmerzen im Unterbauchbereich. Durch eine Laboruntersuchung des Urins lassen sich die Erreger feststellen. Wichtig ist, dass die Blase stets gut durchgespült ist, d.h. reichlich Flüssigkeitsaufnahme (täglich 2-3 Liter) über den Tag verteilt. Dazu gehört auch eine vollständige Entleerung der Blase, was bei einem Urologen durch verschiedene Untersuchungen festgestellt werden kann. Bei einer Blasenstörung sollte auf alle Fälle eine urologische Untersuchung unternommen werden werden. Bei schweren Harnwegsinfektionen läßt sich eine Behandlung mit Antibiotika nicht immer vermeiden.

Blaseninkontinenz / Stuhlinkontinenz

Gemeint ist die Unfähigkeit, den Urin bewusst zurückzuhalten, oder ein unnatürlich häufiger starker Harndrang. Dasselbe gilt für die Stuhl-Inkontinenz, bloss das andere Muskelgruppen betroffen sind. Grundsätzlich unterschieden werden Blasenstörungen in Urininkontinenz (unfreiwilliger Urinabgang), dem imperativen Harndrang (forderder Harndrang) und der Harnverhaltung (der Urin, oder ein Teil bleibt in der Blase). Die Stuhlinkontinenz ist der unbeherrschbare Abgang von Schleim, flüssigem Stuhl oder festen Bestandteilen. Es bedeutet, dass man die Entleerung des Darms nicht willkürlich zurückhalten kann.

Eine Form bei MS ist die sensible Innervationsstörung, die dem Betroffenen Empfindungen wie Stuhldrang, Stuhlfülle oder Stuhldurchtritt überhaupt nicht wahrnehmen lassen. Gemeinsam ist beiden die fehlende oder unzureichende Nervenübermittlung. Inkontinenz kann natürlich auch andere Gründe haben als MS, die sollten ausgeschlossen werden.




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