der Feldenkrais-Methode, sich des eigenen Körpers bewußt zu werden, was z.B. in den Muskeln passiert, die Bewegungen zu spüren usw.. Es ist also eine Methode die Anleitung gibt, um in seinen Körper hineinzufühlen.
Autogenes Training, Yoga: Neben der Krankengymnastik sind auch Autogenes Training oder Yoga einen Versuch wert. Bei beiden Therapieformen wird besonders auf die Atmung Wert gelegt. Eine gute und tiefe Atmung ist wichtig, da sie Lungenentzündungen vorbeugt. Ferner können beide Therapieformen zur Entspannung eingesetzt werden. Besonders auch unter Berücksichtigung der psychischen Belastung, die die MS darstellt, ist das autogene Training oder Yoga eine geeignete Methode, sich zu entspannen (besonders die Muskeln) und zum inneren Gleichgewicht zu finden. Falsch wäre es anzunehmen, es wirkt sofort, wie der Name schon sagt, man kommt über das Training zum Ziel.
Ergotherapie: Ergotherapie ist eine Form der Aktivierungstherapie, bei der unter Anleitung eines Therapeuten die Tätigkeiten des täglichen Lebens praktisch geübt, erlernt oder wieder abgerufen werden. Die Therapie ist methodisch darauf ausgerichtet, Bewegungsfähigkeit, Körperwahrnehmung und Sensibilität zu trainieren, das kann Beispielsweise in Verknüpfung mit einer Eisbehandlung der Hände stehen. Gedächtnis und Konzentration kann im Zusammenhang mit Leistungsfähigkeit und Ausdauer trainiert werden. Das Prinzip der Behandlung ist, krankheitsbedingt eingeschränkte oder verlorengegangene Bewegungsabläufe und Funktionen zu üben, bzw. auszugleichen. Durch Hilfsmittel können bleibende Funktionsdefizite ausgeglichen werden, z.b. mit einer Greifunterstützung der Hände.
Logopädie: Bei Problemen der Sprache oder bei Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen ist eine Abklärung und eventuelle Therapie bei einem Logopäden nötig. Bei MS ist die Dysarthrophonie am häufigsten, das ist eine Kombination aus Sprechstörung (Dysarthrie) und Stimmstörung (Dysphonie). Laute, Wörter und Sätze können nicht mehr deutlich und verständlich ausgesprochen werden. Infolge dessen ist auch die Atmung und die Stimmbildung beeinträchtigt. Die Stimme kann heiser, gepresst, schwach, verhaucht, nasal klingen. Die MS kann beispielsweise Verspannungen der Hals-/Kehlkopfmuskulatur mit "Kloßgefühl", Schluckproblemen und Räusperzwang verursachen, s.g. Dysphagien.