Medikation zur MS

 
Medikation zur MS

Mitoxantron

Mitoxantron, ein für die Behandlung von Tumoren eingesetztes Chemotherapeutikum, ist in Deutschland für die Behandlung der Multiple Sklerose zugelassen. Das basiert auf den Ergebnissen einer ganzen Serie klinischer Studien, die über einen Zeitraum von 10 Jahren durchgeführt wurden. Zusammengefasst erbrachten sie den Nachweis, dass Mitoxantron bei MS-Erkrankten mit sekundär-fortschreitender Verlaufsform, wie auch bei Patienten mit einer in schweren Schüben verlaufenden Form ein Fortschreiten verlangsamen kann.

Das Medikament ist nicht frei von Nebenwirkungen. Übelkeit und Erbrechen, so wie Kopfschmerzen können sein, aber dagegen gibt es die dementsprechenden Medikamente. Erkrankte mit einer Vorerkrankung des Herzens, können diese Therapie nicht machen. Regelmäßig vor dem Beginn einer Behandlung, muss eine echokardiographische Untersuchung gemacht werden, um Herzprobleme auszuschließen.

Bei dieser Therapie ist noch nicht endgültig geklärt, wie der Verlauf letztlich beeinflußt wird. Es ist wie bei allen Medikamenten, der sie gut verträgt und dem sie helfen, schwört auf sie. Wieso bei der MS der Glauben an sich selbst so eine große Rolle spielt, ist ebenfalls nicht geklärt. Zumindest führt es bei einem schweren schubförmigen Verlauf dazu, dass die Schübe gestoppt werden können.

Die Zulassung war Anlass einer Reihe falscher Berichterstattung in den Medien, Mitoxantron kann und sollte tatsächlich nur unter bestimmten Vorrausetzungen gegeben werde. Es wäre Wahnsinn, wenn jeder Betroffene mit nur geringen Einschränkungen zu dem Medikament greifen würde.

Immunglobuline / IVIG

Die therapeutische Wirksamkeit von intravenös (per Infusion) verabreichten Immunglobulinen (IVIg) ist bei der Behandlung der Multiplen Sklerose belegt. In Studien konnte eine relative Schubreduktion nachgewiesen werden, so gilt das Medikament als ein Mittel zur Behandlung des schubförmigen Verlaufs. Als möglicher Wirkmechanismus wird ein remyelisierender (Neubildung) Effekt vermutet. Das Fortschreiten der Erkrankung, soll es dabei nicht beeinflussen. Die Nebenwirkungen sind, im Gegensatz zu anderen Medikamenten, eher moderat.

Plasmapherese

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