Psychische / Soziale Probleme
Natürlich zieht gerade eine Erkrankung wie die MS und ihre Folgen, einen Sack voller Probleme hinter sich her. Die Lösung kann eigentlich nur eine offene Auseinandersetzung mit der MS sein, dazu sollte aber fachliche Hilfe zugezogen werden. Depressionen
Depressionen können bei der MS durch die soziale Isolierung, Schwierigkeiten bei der Verarbeitung der Diagnose, durch Nebenwirkungen bestimmter Medikamente, oder durch Entzündungsherde im Gehirn auftreten. Die Trauer bei MS-Betroffenen ist durch die Erkrankung verständlich und normal. Je nach Krankheitsverlauf ist immer wieder neue Trauerverarbeitung notwendig, bei jedem Schub beginnt sie von vorn. Sind traurige Verstimmungen anhaltend mit Antriebs- und Interessensverlust, Appetitmangel und Gewichtsabnahme, Schlafstörungen und Selbstmordgedanken verbunden, sollte neben psychotherapeutischen Gesprächen, über antidepressive Medikamente geredet werden. Es ist sehr wichtig, dass offen über die traurigen Gedanken und Gefühle gesprochen wird. Es ist auch durchaus sinnvoll Angehörige mit einzubeziehen, da auch durch Mißverständnisse und fehlendes Einfühlungsvermögen die depressiven Symptome verstärkt werden können. Eine große Möglichkeit über Probleme zu sprechen, bilden auch Selbsthilfegruppen und Gemeinschaften im Internet.Angst / Identitätsprobleme
Gerade durch eine in ihrem Verlauf so ungewisse Erkrankung wie die MS können erhebliche psychische Probleme auftreten. Einerseits Angst und Sorge vor einem neuen Schub, andererseits kann eine Beeinträchtigung durch die MS zu Selbstwertproblemen führen. Da können Beratungsgespräche oder auch eine Psychotherapie hilfreich sein. Sie kann bei der Bearbeitung und beim Umgang mit der Erkrankung helfen. Sie kann bei der Angstbewältigung unterstützen und bei der Verarbeitung der verschiedenen Verlusterlebnisse (körperliche Verfassung, Leistungseinbußen) helfen. Außerdem ist es eine Möglichkeit, um an einen möglichen Auslöser der Schübe heranzukommen.Familie und MS
Die Tatsache, dass ein Familienmitglied an MS erkrankt ist, hat zwangsläufig Auswirkungen auf die gesamte Familie. In jedem Fall betrifft die Unsicherheit die gesamte Familie. Die Ungewißheit über den Verlauf steht für den Erkrankten neben der Unsicherheit, ob die Familie ihm beistehen und helfen wird bzw. kann, mit der Erkrankung fertig zu werden. Die Angst des MS-Betroffenen, von seiner Familie in Abhängigkeit zu geraten und auf deren Hilfe angewiesen zu sein, führt oft dazu, Krankheitssymptome zu überspielen und die eigenen Kräfte zu überschätzen. Das führt dann zwangsläufig zu Mißerfolgen und Mutlosigkeit und vermittelt den Angehörigen das Gefühl, dass ihre Hilfsangebote abgewiesen werden. Dieses wiederum führt oft zum Rückzug und zu mangelner Bereitschaft, dem Erkrankten zu helfen. Wie man es liest, ein Kreislauf. Andererseits können Angehörige dem Erkrankten auch zuviel abnehmen, obwohl es nicht notwendig ist, das führt zur Abhängigkeit des Erkrankten.Es ist daher äußerst wichtig, dass der Erkrankte und die Familie sich über Art und Ausmaß der Hilfe offen aussprechen. Es können auch andere Menschen zur Hilfe geholt werden, um eine Überforderung der Familie zu vermeiden. Wichtig ist, dass sowohl der lesen Sie weiter


