Therapien für MS

 
Therapien für MS

Selen

Es stellt sich die Frage, in wie weit auch Umweltgifte an der Ursache der MS beteiligt sein könnten. Der aktuelle Kenntnisstand schliesst aber aus, dass es sich bei der MS nur um eine Vergiftung handelt. Umweltgifte könnten aber durchaus am Ausbruch der Erkrankung, bzw. am Schweregrad des Krankheitsverlaufs, mitbeteiligt sein. Eine Therapie mit Selen kann sinnvoll sein, weil es ein essentielles Spurenelement und ein sehr wirksames Mittel zur Quecksilber-Entgiftung ist.Es vermindert die Aufnahme von organischem Quecksilber und wird auch zur Ausscheidung von Quecksilber benötigt.

Selen gibt es natürlich in Tablettenform, die einfachste Möglichkeit stellt aber die Aufnahme von Selen mit der Nahrung dar. Selen ist enthalten in Selenhefe, Rind- und Schweinefleisch, Seefisch, Brot und Teigwaren, Hülsenfrüchten und Eiern.

Enzyme

Enzyme sind Eiweißmoleküle (Proteine). Manche benötigen für ihre Wirkung zusätzlich niedermolekulare Stoffe. In der Behandlung kommen dann Enzymkombinationen zum Einsatz. Entsprechend ihrer Funktion kommen Enzyme im Organismus vor. Die Steuerung des gesamten Stoffwechsels basiert im wesentlichen auf der Aktivierung, Hemmung und Steuerung von Enzymen. Enzyme vermindern die notwendige Aktivierungsenergie für chemische Reaktionen. Sie ermöglichen und steuern dadurch die gerichtete Stoffumsetzung, die in Organismen nicht oder nur sehr langsam stattfinden könnte. Bis heute sind, von den ca. 12.000 die Lebensprozesse steuernden Enzyme, gut 3000 bekannt.

Auch in der Behandlung von MS können sie eine Rolle spielen, zumindest ist mancher davon überzeugt. Nachteilig sind, wieder mal ein relativ hoher Preis und eine nicht bewiesene Wirkung.

Vitamin D

Vitamin D in Form von Vitamin-Präparaten ist offenbar mit einem Rückgang von MS verbunden. Diesen schützenden Effekt läßt zumindest die Auswertung von Daten verschiedener Studien vermuten. Die Annahme, dass Vitamin D einen schützenden Effekt hat, wird durch Versuche im Tiermodell für Multiple Sklerose gestützt: Durch eine Vitamin-D-Nahrungsergänzung läßt sich die Erkrankung bei Tieren sogar verhindern.

Möglicherweise beruht das Ergebnis darauf, dass das Vitamin krankheitsfördernde T-Helfer-Zellen unter Kontrolle bringt. Es wurde festgestellt, dass die tägliche Einnahme von Vitamin D in Form von Vitamin-Präparaten, ein um etwa 40 Prozent verringertes MS-Risiko bedeutet. Eine solche Verknüpfung fanden die Wissenschaftler allerdings nicht mit Vitamin D, das mit der Nahrung aufgenommen wurde. Es könnten aber auch andere Vitamine innerhalb der Nahrungsergänzung, etwa Vitamin B, Vitamin E und Folsäure zum Schutz vor MS beigetragen haben

Baclofen (Antispastika)

Baclofen ist ein Wirkstoff zur medikamentösen Behandlung von Spastiken (Muskelspannung). Bei stark ausgeprägter Spastik ist auch eine permanente Gabe über eine Pumpe möglich. bei der Behandlung mit Baclofen können Verwirrung, Müdigkeit und Muskelschwäche die Nebenwirkungen sein. Eine deutliche Schwächung kommt vor, wenn bei Lähmungserscheinungen der Beine eine erhöhte Muskelspannung notwendig ist.




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