Unterstützende Therapien für MS

Psychotherapie
Die Erkrankung an Multipler Sklerose kann viele seelische Probleme mit sich bringen. Unter Umständen können diese seelischen Probleme so groß werden, dass sie trotz Hilfe von Partner, Familie und Ärzten glauben, nicht mit der Situation fertig zu werden. In dem Fall kann man sich an einen Psychotherapeuten wenden. Die Psychotherapie ist zur unterstützenden Behandlung bei Multipler Sklerose zugelassen.Obwohl die MS eine körperliche Erkrankung ist, kann die Psychotherapie bei der Bewältigung der Krankheit selbst und bei den dabei auftretenen seelischen Krisen helfen. Die Psyche gilt zwar nicht als Ursache der MS-Erkrankung, kann aber eventuell als Auslöser von Schüben aktiv sein, oder war der ursprüngliche Auslöser der Erkrankung. Die Durchführung der Psychotherapie kann als Einzel- oder Gruppentherapie stattfinden. Wünschenswert wäre eine Therapie, die der MS-Erkrankung in der Gesamtheit ihrer Problematik gerecht wird. Wichtig zu unterscheiden ist auch die Form der Therapie, so gibt es z. B. die Verhaltens- oder die Tiefenpsychologie (Analyse). Der behandelnde Arzt sollte schon wissen, in welche Richtung es geht. Ansonsten muss man es ausprobieren, nicht jeder kann mit jedem.
Homöopathie
Die Homöopathie soll den ganzen Menschen behandeln. Neben den Beschwerden gehen auch Vorlieben und Gewohnheiten, die gesamte Persönlichkeit in die Anwendung mit ein. Viele pflanzliche, tierische oder mineralische Wirkstoffe bilden die Basis für zahlreiche verschiedene homöopathische Mittel. Ähnliches soll mit Ähnlichem geheilt werden, ist der Grundsatz der Homöopathie. Linderung soll genau das Mittel in kleinster Dosierung bringen, das in hoher Dosis die Beschwerden des Erkrankten verursacht.Vor der Einnahme sollte man sich über die Einnahme homöopathischer Arzneien beraten lassen. Alle Krankheiten kann sie nicht behandeln, so auch vermutlich die Multiple Sklerose nicht, aber die Symptome vielleicht schon. Es gibt MS-Kranke, die auf diese Methode schwören, zur Bekämpfung von Symptomen, nicht zur Heilung von MS.
Weihrauch
Weihrauch fungiert als Entzündungshemmer. Aus dem indischen Weihrauch werden Extrakte hergestellt. Man wendet sie bei Rheuma, Polyarthritis, Darmentzündungen und Atemwegserkrankungen an. In den westlichen Ländern trägt das Mittel den Namen H15. Inzwischen liegen aus mehreren klinischen Studien Ergebnisse über die Wirksamkeit des Mittels vor. Bei chronischer Polyarthritis und bei den Darmerkrankungen Colitis ulcerosa und Morbus Crohn sowie bei Schuppenflechte und Asthma zeigen sich bei einigen Erkrankten deutliche Erfolge. Man identifizierte die entzündungshemmenden Substanzen des Weihrauch: die Boswellia-Säuren. Sie hemmen ein Enzym, das bei Entzündungen eine wichtige Rolle spielt.Weitere therapeutische Erfolge mit Weihrauch sind natürlich denkbar, doch dazu bedarf es noch ausgiebiger Forschungsarbeit. Da die MS eine entzündliche Erkrankung ist, besteht natürlich die Möglichkeit zur Behandlung ... manche schwören drauf.


