mit schnell drehenden Schleifinstrumenten unter guter Wasserkühlung, um den temperaturempfindlichen Zahnnerv nicht dauerhaft zu schädigen ( Präparationstrauma). Dabei orientiert sich der entstehende Zahnstumpf in der Formgebung am ursprünglichen Zahn, um eine möglichst gleichmäßige und von der Dicke her ausreichende Dentinschicht über dem empfindlichen Zahnnerv zu belassen

Nach beendeter Präparation muss der Zahnstumpf gut trocken gelegt und das Zahnfleisch etwas aus der Zahnfleischtasche zurückgedrängt werden, um den beschliffenen Stumpf exakt abformen zu können. Dies geschieht mit sog. Retraktionsfäden oder -ringen (siehe Abb.), welche mit einer speziellen Lösung getränkt sind.

Bindeglied zwischen Praxis und Dentallabor

Bis auf wenige Ausnahmen erfolgt die Herstellung des "Werkstücks Krone" in einem zahntechnischen Labor. Es gilt also, die Mundsituation exakt dorthin zu übertragen. Technisch gelöst wird dies durch einen Präzisionsabdruck und ein daraus resultierendes Arbeitsmodell. Je genauer diese Vorgänge erfolgen, umso besser passt die spätere Krone.

Zur richtigen Höhe der Krone benötigt der Zahntechniker außerdem noch einen Abdruck des Gegenkiefers und eine Bestimmung der Bisslage des Patienten. Bissnahme, Okklusion. Auf Grund dieser Unterlagen ist es im Dentallabor möglich, eine annähernd ebenbürtige Mundsituation unter Verwendung eines Artikulators zu simulieren. Die zahntechnische Anfertigung der verschiedenen Kronenarten wird auf dieser Seite nicht näher besprochen. Sie erfordert ein Höchstmaß an Präzision und dauert meist 4 - 8 Tage.

Die provisorische Versorgung des präparierten Zahnes

Bis zum Eingliedern der fertigen Krone in einer späteren Sitzung muss der präparierte Zahn gegen äußere Einflüsse geschützt werden. So wäre schon allein das Atmen durch den Mund für den Patienten nach dem Abklingen der örtlichen Betäubung äußerst unangenehm, da dem schmerzempfindlichen Zahnbein die bedeckende Schmelzhülle fehlt, zum anderen erreicht man mit dem gut abschließenden Provisorium (z.B. Protemp®) eine Infektionsprophylaxe des Zahnnervs. Weiter bewirkt ein gut angepasstes Provisorium die wichtige Abstützung des Zusammenbisses und erlaubt eine befriedigende Kaufunktion. Im sichtbaren Bereich ist es heute möglich, eine ausreichende Ästhetik für einige Tage zu gewährleisten.
Mundhygiene: Sollten Sie mit Zahnseide oder Mundduschen arbeiten, so reinigen Sie das Gebiet der provisorischen Versorgung lieber nicht, denn allzu schnell kann sich das Provisorium lösen. Denn dies ist nur mit einem Übergangszement befestigt, da es ja bald wieder entfernt werden muss. Ebenfalls sollten Kaugummi-Kauer auf das Training der Kaumuskulatur für diese Zeit verzichten; gleiches gilt für extrem klebrige Speisen ("Plombenzieher").
(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:http://www.zahnwissen.de)




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