Der Zahnpasta und die Zahnbürste

Zur effektiven Reinigung der
Zähne bedarf es neben einer Bürste auch Zusatzstoffen - sowohl auf chemischer wie auch mechanischer Basis - Sie kennen dies von der Händereinigung her, welche ohne Seife nur unbefriedigend ist. Zahnpasten erfüllen diese Forderung in vielfältiger Weise, wobei es für den Laien schwer ist, Spreu vom Weizen zu trennen - zu vielfältig und nachhaltig ist die Reklame für ein betreffendes Produkt in den Werbemedien.
- Da die Zahnpasta hauptsächlich dazu dient, die Beläge (Plaque) von der erreichbaren Zahnoberfläche zu entfernen, werden ihr zur besseren Wirkung dieses Reinigungsvorgangs wasserbenetzende Mittel (Tenside wie z.B. Natriumlaurylsulfat) sowie Abrasiv- bzw. Polierstoffe zugefügt.
- Gleichzeitig dienen die Zahncremes auch als Medikamententräger: Bei den heute gebräuchlichen Pasten erfolgt eine Anreicherung mit den vor Karies schützenden Fluoriden (maximal 0,15%, = 1500 ppm; bei Kindercremes 0,05%, = 500 ppm). Diese Anreicherung ist manchmal nicht unproblematisch, da die Zusatzstoffe mit den Pastenbestandteilen eine Reaktion eingehen können, und dann im Prinzip wirkungslos sind.
- Zu den Fluoridgehalten siehe unter:Fluoridgehalt von Zahnpasten
- Wirksamkeit versch. Fluoridierungsmaßnahmen: Fluoride (Wirksamkeit verschiedener Applikationsformen)
- Eine große Übersicht der Inhaltsstoffe: Öko-Test vom Mai 2001
- Bei den heute auf dem Markt befindlichen Standardzahnpasten sind derartige Probleme nicht mehr zu erwarten. Achten Sie aber darauf, ob auch auf der Verpackung steht, was in der Tube drin ist: Denn seriöse Firmen haben nichts zu verbergen und zeichnen freiwillig aus. Verpflichtet sind sie dazu nicht, da Zahnpasten nicht zu den Medikamenten, sondern zu der Gruppe der Kosmetika gehören und hier geht der Gesetzgeber lässiger mit den Inhaltsstoffen um.
- Achten Sie auf den sog. RDA-Wert einer Paste. Dieser gibt an, wie stark die Creme "schmirgelt". Niedrige Werte sind zu bevorzugen. Ein hoher Anteil an Schmirgelstoffen oder gar "Anti-Raucherbelag-Pasten" mögen zwar kurzfristig die Zähne aufhellen, auf Dauer schädigen sie aber den Zahnschmelz und auch das Zahnfleisch in nicht unerheblichen lesen Sie weiter