Diabetes und Zahngesundheit: Kohlenhydraten spielen hier eine wichtige Rolle

 
Diabetes und Zahngesundheit: Kohlenhydraten spielen hier eine wichtige Rolle

Diabetes


Diabetes ist eine Stoffwechselstörung, bei der der Körper den Blutzuckerspiegel nicht mehr richtig regulieren kann. Es gibt keine Beweise dafür, dass der Zuckerverzehr mit der Entstehung von Diabetes in irgendeiner Art in Zusammenhang steht. Jetzt gibt es dafür jedenfalls gute Beweise, dass Fettleibigkeit und körperliche Inaktivität die Wahrscheinlichkeit, einen nicht insulinabhängigen Diabetes zu entwickeln, erhöhen, was üblicherweise ab einem mittleren Lebensalter vorkommt.

Eine Gewichtsreduktion ist deshalb für Personen mit einem nicht insulinabhängigen Diabetes üblicherweise notwendig und ein vorrangiges Diätziel. Der Verzehr eines breiten Angebotes kohlenhydrathaltiger Nahrungsmittel ist für alle Diabetiker ein akzeptierter Teil einer Diät und die Einbeziehung von Nahrungsmitteln mit einem niedrigen Glykämischen Index ist vorteilhaft, da sie helfen, den Blutglucosespiegel zu kontrollieren. Die meisten Ernährungsempfehlungen bei Diabetes erlauben eine moderate Menge an gewöhnlichem Zucker, da dieser in einer Mahlzeit wenig Einfluss sowohl auf den Blutglucosespiegel als auch auf die Insulinkonzentration von Diabetikern hat.

Zahngesundheit

Nahrungsmittel, die Zucker oder Stärke enthalten, können im Mund durch Enzyme und Bakterien gespalten werden und dabei Säuren bilden, die den Zahnschmelz angreifen. Nach einem "Säureangriff" sorgt der Speichel durch einen natürlichen Reparaturprozess für einen Wiederaufbau des Zahnschmelzes. Wenn kohlenhydrathaltige Nahrungsmittel zu häufig gegessen oder über längere Zeit geknabbert werden, wird dieser natürliche Remineralisationsprozess gestört und das Risiko von Zahnkaries gesteigert.

In jüngster Zeit wurden für die sinkende Rate von Karieserkrankungen bei Kindern und Erwachsenen die Verfügbarkeit von Fluoriden und eine weit verbreitete Verbesserung der Mundhygienegewohnheiten verantwortlich gemacht. Diese Verbesserungen wurden unabhängig von irgendeiner Veränderung des Konsums von Zucker oder anderen fermentierbaren Kohlenhydraten erreicht. Indem man die Plaquebakterien unter Kontrolle hält und die Widerstandskraft der Zähne mit Fluoriden stärkt, reduziert man das Risiko für Karies.

Die Forschungsergebnisse, die seit den 90er-Jahren verfügbar sind, erlauben einen rationaleren Zugang zu der Rolle, die Zucker und Kohlenhydrate bei der Entstehung von Zahnkaries spielen. Jetzt wird empfohlen, dass sich Kariespräventionsprogramme auf die Fluoridierung, eine angemessene Mundhygiene, eine abwechslungsreiche Ernährung und nicht allein auf den Zuckerverzehr stützen.

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