Im Epilepsienanfall beschädigte Zähne ...

Problem: Zahnfleischwucherungen
Unter einer Therapie mit Phenytoin (Zentropil, Phenhydan, Epanutin, Citrullamon) ist die Gefahr, daß sich eine Zahnfleischwucherung (Hypertrophie) bildet, dreimal häufiger als sonst, hier besonders bei jugendlichen Epilepsiekranken (ca. 50%). Ein gesicherter Zusammenhang besteht mit der Mundhygiene.Da es sicher ist, daß Zahnfleischwucherungen und schlechte Mundhygiene im Zusammenhang stehen, sollten Sie vor oder bei Beginn der Medikation mit Phenytoin die Zähne und das Zahnbett sanieren lassen, wobei auch eine sehr gute Qualität der vorhandenen Füllungen (Hochglanzpolitur, Randdichtigkeit, keine überstehenden Füllungsränder) wichtig ist. Vielleicht können Sie die Zahnreinigung dadurch erleichtern.
Bei guter Zahnpflege und regelmäßiger zahnärztlicher Überprüfung alle 3 Monate, ist mit der Entstehung von Zahnfleischwucherungen auch bei jungen Patient(inn)en nicht zu rechnen.
Ist es dennoch zu einer Wucherung des Zahnfleisches gekommen, so besteht die Möglichkeit der chirurgischen Abtragung.
Zusätzlich müßen die oben geschilderten begünstigenden Faktoren ausgeschaltet werden, um einen Rückfall (Neuerkrankung) zu verhindern.
Bei einer Phenytoin-Therapie sollten Sie dann zusammen mit Ihrem behandelnden Neurologen/Pädiater eine Medikamentenumstellung in Betracht ziehen, vielleicht reicht auch eine Verminderung der Dosis.
Begleiterscheinung dieses Problems kann auch unangenehmer Mundgeruch sein, was durch Mundwässer etwas gemildert werden kann, jedoch erst mit Beseitigung der Ursache verschwindet.


