führt einen stabilen und trotzdem dünnen Textilfaden (Floss; Seide wäre viel zu schwach dazu) über die beiden Mittelfinger und reinigt mit dem gespannten Teil mindestens einmal wöchentlich jeden der Zahnzwischenräume. Nach jedem Reinigungsvorgang bzw. vor dem Wechsel zum nächsten Zwischenraum wird der Faden ein Stückchen von einem Mittelfinger zum anderen gezogen, um immer wieder mit sauberem Gerät zu arbeiten. Am Zahn bewegt man sich mit "sägendem Kontakt" von oben nach unten und wieder zurück entlang. Zur richtigen Anwendung benötigt man etwa 50 cm Faden für eine gesamte Gebissreinigung.

"Paro-Brush-Sticks"

Im Gegensatz zu manchen Lokalen, wo Zahnstocher zur Grundausstattung gehören, um nach dem Genuss von zähem Fleisch wenigstens etwas zur Kosmetik beitragen zu können, sind medizinische Zahnhölzer vor allem für unterwegs eine sinnvolle Ergänzung zur Zahnhygiene; fluoridierte Hölzer bringen den Mineralstoff sicher an die richtige Stelle. Aber auch hier nicht einfach "drauflos stochern", sondern möglichst gezielt an einem "stillen Örtchen" die Zahnzwischenräume säubern. Auch ihre Mitmenschen sind für eine diskrete Anwendung dankbar! Ebenfalls gut geeignet für unterwegs sind kleine, biegsame Kunststoffkeile, die mit einer samtartigen Beschichtung versehen sind: "Paro-Brush-Sticks" befreien zuverlässig und schonend von Speiseresten - von der angepriesenen "Wiederverwendbarkeit" halten wir aus hygienischen Gründen allerdings nicht viel.Sowohl mit Zahnseide, wie auch mit Zahnhölzern können die Plaqueindizes deutlich gesenkt werden; zwischen Zahnhölzchen- und Zahnseide-Gruppen konnten bei Untersuchungen keine signifikanten Abweichungen gefunden werden.

Munddusche

Von der Werbung geprägt, ist der Ruf der Mundduschen besser als ihre Wirkung: Zur Beruhigung, schaden können sie meist nicht, und wenn Sie dadurch ein angenehmeres Gefühl im Mund haben - warum nicht? Doch bitte nicht denken, dass mit der Anwendung dieser Wasserstrahlgeräte ein Zahnzwischenraum gründlich gereinigt werden kann - frische Ablagerungen von den letzten Mahlzeiten her werden zwar gut entfernt, doch die bewirken noch keine Karies und keine Zahnfleischerkrankungen. Die echte Plaque - hier handelt es sich um äußerst widerstandsfähige Biofilme - lässt sich von einem Wasserstrahl nicht beeinflussen.
Nicht vergessen werden sollte, dass es zu einer Anreicherung gefährlicher "Feuchtkeime" (z.B. Pseudomonaden) im Wasserschlauchsystem kommen kann; ebenso können durch den Druck des Wasserstrahls bei unsachgemäßer Anwendung Bakterien aus der Zahnfleischtasche in die Blutbahn gepresst werden. Bei Patienten mit geschwächter Abwehrlage oder offenen Mundschleimhautverletzungen ist deshalb von einer Anwendung abzuraten.
(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:http://www.zahnwissen.de)




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