Verschiedene Kronenarten

Bei der Vielfalt der Kronenarten fällt eine Aufteilung schwer. Man kann nach dem Aussehen (z.B. metallisch oder zahnfarben), den verwendeten Materialien, nach der
Präparation, nach der Größe oder nach der Verankerung am/im Zahn unterscheiden. Entsprechend unterschiedlich aufwendig sind dann die einzelnen Verfahren, was sich letztendlich erheblich auf die Kosten auswirkt. Allen konventionellen Arten gemein ist die Herstellung nach Präparation und Abdrucknahme in einem zahntechnischen Labor.
- Vollgusskrone: gilt als "Standardkrone" im nichtsichtbaren Bereich
- Verblendkrone: ist ganz oder teilweise mit einer zahnfarbenen Schicht überzogen
- Vollkeramikkrone / Mantelkrone: umgibt die Zahnkrone mantelförmig; ist i.d.R. aus keramischen Massen gearbeitet ("Jacketkrone")
- Stiftkrone: der Name sagt etwas darüber aus, wie die Krone im Zahn verankert ist. Früher waren dieses Metall-Stifte, heute kommen Schrauben, Keramische- oder Komposite-Massen zum Einsatz
- Teilkronen: bedecken nur einen Teil des Zahnes
- Teleskopkrone: gelten als ein Verbindungselement
- Eine Sonderstellung nehmen die Verblendschalen ein, welche als ein Übergang zwischen großer Komposite-Füllung und Keramikkrone anzusehen sind
- weniger bekannte Verfahren stellen eine Keramik-Krone direkt am Patienten ("Chairside") her
Welche Materialien kommen zum Einsatz?
Eines vorweg: Grundsätzlich dürfen in Deutschland nur nach dem qualitätssichernden Medizinproduktegesetz zugelassene Stoffe verarbeitet und in den Mund eingesetzt werden. Es ist meist eine reine
Kostenfrage, ob aus einem vorbeugendem Gesundheitsschutz heraus oder aus besonderen Ansprüchen hinsichtlich Aussehen auf teurere Materialien zurückgegriffen wird - auch bei preiswerten Materialien wird kein "Gift in den Mund eingebaut". Sollte eine
Allergie bekannt sein oder eine Neigung zu derartigen Reaktionen bestehen, so empfiehlt sich immer vor der Behandlung ein anerkannter Allergietest
- Edelmetall-freie Metalle: NEM-Werkstoffe, auch als "Sparlegierung" bezeichnet; im Lexikonteil
- Edelmetall-haltige Metalle: sog. Goldlegierungen, welche einen mehr oder weniger hohen Anteil an versch. Edelmetallen, gemischt mit unedlen Metallen, haben; im Lexikonteil
- Metall-freie Materialien: sind das Haupteinsatzgebiet der keramischen Massen, nachdem in den letzten Jahrzehnten reine Kunststoffe beträchtliche Unzulänglichkeiten aufwiesen. Moderne Verfahren wenden modifizierte Kunststoffe an, die bessere Eigenschaften haben - bisher fehlen aber häufig Langzeiterfahrungen
- gemischte Materialien: hauptsächlich in der Kombination Edelmetall-Keramik. Derartige Kombinationen kommen meist im sichtbaren Bereich zum Einsatz: Auf eine metallische Grundsubstanz wird eine Keramikmasse "aufgebrannt"