Zahnfleischerkrankung: Gingivitis
Eine der häufigsten Erkrankungen des Körpers.Unterteilung in akute, akute nekrotisierende ulzerative (ANUG), chronische, hormonelle und desquamative Gingivitis.
Merkmale:
- eine akute oder chronische entzündliche Veränderung des unmittelbar an den Zahn angrenzenden Gewebes (Zahnfleisch) besonders im Zahnhalsbereich.
- Kommt an allen Zähnen und in jedem Lebensalter vor.
- geht jeder Form der Parodontitis (s.u.) voraus
- erkennbar an einer Rötung und Schwellung des Zahnfleisches, Blutung bei Berühren mit der Sonde (gelegentlich auch Spontanblutungen, Taschentiefen ("Pseudotaschen") von 1-3 mm ohne Attachmentverlust, gelegentliche Vereiterungen (Ulzerationen)
Die akute nekrotisierende ulzerative Gingivitis (ANUG, engl.: shortcut of acute necrotizing, ulcerative gingivitis), welche sich besonders unter einer ungesunden Lebensweise (Stress, Alkohol-, Medikamenten- und Nikotinabusus) entwickelt, aber auch bei einem erschwerten (Weisheits)Zahndurchbruch bei Kindern und Jugendlichen zu beobachten ist, hat in ihrem Erscheinungsbild vielzählige Vereiterungen (Ulzerationen) sowohl der Zahnzwischenräume wie auch der verschieblichen und unverschieblichen Gingiva mit der Tendenz zur Entzündung der gesamten Mundschleimhäute (Stomatitis). Kennzeichen sind neben Schmerzen ein abstoßender Mundgeruch (Foetor ex ore) und ein verminderter Allgemeinzustand mit Fiebersymptomen. Die Schmerzen sind erheblich stärker als bei der "normalen" Gingivitis, eine Mundreinigung ist nur erschert möglich, es bilden sich weitere bakterielle Beläge - der Teufelskreis ist geschlossen. Zur Erstreinigung ist meist eine zahnärztliche Behandlung unter örtlicher Betäubung nötig.
Noma
Eine chronische Gingivitis ist bei fast allen Mitteleuropäern vorhanden; sie gilt als die häufigste Entzündung des menschlichen Körpers. Sie gilt als die Vorstufe zu einer Parodontitis marginalis lesen Sie weiter


