Zahnprobleme bei Epilepsie

 
Zahnprobleme bei EpilepsieFast alle Probleme im Mundbereich beginnen mit dem bakteriellen Zahnbelag (Plaque). Er bildet sich auf der Zahnoberfläche und ist Ursache für die zwei Haupterkrankungen: Karies (Zahnfäule) und Parodontitis (Zahnbetterkrankung).

Regelmässige gründliche Zahnreinigung

Mit der täglichen Reinigung sollte der Angriff der Plaque auf die Zähne verhindert werden. Da diese ihren größten Angriffsschub kurz nach den Mahlzeiten entfaltet, ist es sinnvoll, zu diesem Zeitpunkt die Zähne zu reinigen.

Normalerweise reicht zum Reinigen eine Zahnbürste, am besten mit abgerundeten Kunststoffborsten und kleinem Borstenfeld sowie eine am besten fluoridhaltige Zahncreme.

Damit müssen alle Zahnflächen aller Zähne gründlich gereinigt werden. Dabei sollten mit der Zahnbürste immer nur kurze Wege zurückgelegt werden, mit nur geringem Druck, dafür zeitlich Iänger.

Den Abschluß der Zahnreinigung bildet immer das intensive Ausspülen des Mundes aber auch der Zahnbürste, um die Speisereste aus beiden endgültig zu entfernen.

Eine Zahnbürste sollte trocknen können und ab und zu (nach ca. 2-3 Monaten ) sollte man sich eine neue leisten.
  • Durch Zahnseide können die Zwischenräume von engstehenden Zähnen zusätzlich gereinigt werden.
  • Mit Mundwasser kann man zwar den Mundgeruch (Zeichen für mangelnde Mundhygiene, Zahnkrankheit) übertünchen, jedoch seine Ursache nicht beseitigen.
  • Chlorhexidin, die sog. Chemische Zahnbürste, ist ein flüssiges Medikament, daß die Plaquebildung verhindert. Eine Notlösung, wenn auf andere Weise keine ausreichende Mundpflege möglich ist. Bei bestehenden Entzündungen in Zahnfleischtaschen ist es jedoch unwirksam.

Ernährung

Ganz allgemein ist für die Gesundheit der Zähne eine faser- und ballaststoffreiche Kost zu bevorzugen und möglichst zuckerfreie Zwischenmahlzeiten, denn Zucker ist der Hauptfeind der Zähne. Er macht den Zahnbelag (Plaque) klebrig und ist gleichzeitig sein Nährboden.

Auswirkungen von Plaque

Plaque ist nicht durch Ausspülen des Mundes zu beseitigen. Man muß Zeit aufwenden, um sie von den Zähnen herunterzubringen.

Gelingt dies nicht, kann es leicht zu einer Entzündung des zahnnahen Zahnfleisches kommen - Gingivitis. Wenn auch der Zahnhalteapparat (die Fasern im darunterliegenden Bindegewebe und Knochen) mit angegriffen ist, wird dies als Parodontitis bezeichnet. Der Zahn verliert dann seinen Halt, er wird locker.

Alte Plaque und zu Zahnstein gewordene Plaque verursachen Karies und Zahnbetterkrankungen. Während man die Plaque noch selber entfernen kann, gelingt die Entfernung von Zahnstein nur dem Zahnarzt.

Erschwerend für die Zahnreinigung:

Fehlstellungen der Zähne bzw. des Kiefers haben Nischen bzw. Funktionseinschränkungen zur Folge. Diese können eine ausreichende Mundpflege so erschweren, daß Plaque bestehen bleibt.

Durch Spangen o. ä. kann eine Fehlstellung vom Kieferorthopäden korrigiert und die Pflege erleichtert werden.

Ein unwidersprochener Satz aus dem oben Gesagten ist: Ein sauberer Zahn wird nicht krank!




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