und Geschicklichkeitsübungen sinnvoll, um die oft sehr folgenreichen Stürze im hohen Alter zu reduzieren oder zu vermeiden.

Sonne, Stress und Rauchen - Feinde der Haut

Gerade an der Haut sieht man uns unser Alter an. Deshalb wird der Alterungsprozess hier am stärksten beachtet, die Haut gepflegt und geschützt. Dabei kann vor allem die vorzeitige Hautalterung, die durch Umwelteinflüsse wie Stress, Abgase und Sonne und nicht durch genetische Anlage bedingt ist, hinausgezögert werden. Mit Kosmetika oder chirurgischen Eingriffen kann man den sichtbaren Zeichen entgegenwirken und die Hautalterung verlangsamen oder überdecken. Wobei gerade letztere nicht ohne Risiko sind. Langfristig und von innen wirksam ist aber die Ernährung. Nachgewiesen ist etwa der Zusammenhang zwischen Vitamin A und dem Talggehalt der Haut. Vitamin E und Carotinoide schützen mehrfach ungesättigte Fettsäuren in der Haut vor UV-Licht-Schädigung. Retinoide haben eine unmittelbare antioxidative Wirkung. Im Alter wird mehr Kollagen ab- als aufgebaut. Infolgedessen verringert sich der Feuchtigkeitsspeicher der Haut, sie wird blass und knittert. "Ältere Menschen sollten deshalb unbedingt viel trinken. Schon dadurch kann die Spannkraft der Haut optisch erhöht werden", sagt Dr. Alexandra Ogilvie von der Universität Erlangen. Trotzdem kann kein Nahrungsbestandteil die Anwendung von Sonnenschutzmitteln ersetzen: Deshalb sollte jede Tageskosmetik einen nennenswerten Lichtschutzfaktor enthalten.

Supplemente und Functional Food: Anti Aging Rezepte gegen die Krankheit Alter?

Obwohl Vitaminmangel in der Ernährung in Deutschland auch bei den Senioren eher selten ist, nehmen ein Drittel der über 65-jährigen Nahrungsergänzungsmittel ein, die sogenannten Supplemente. Besonders beliebt sind Magnesium, Multivitaminpräparate, Calcium und Vitamin E. Zwar haben ältere Menschen einen erhöhten Bedarf an Nährstoffen, ein eindeutig positiver Effekt der Supplemente kann dennoch nicht nachgewiesen werden. Eine zu hohe Dosierung kann in manchen Fällen sogar schädlich sein. "Es gibt Hinweise auf eine erhöhte Sterblichkeit bei hochdosierter Vitamin E Einnahme", warnt Dr. Jürgen Bauer vom Klinikum Nürnberg. Eine zusätzliche Einnahme bestimmter Präparate sei nur bei Hinweisen auf einen Mangel sinnvoll. Ein Aufhalten des Alterungsprozesses durch Aufnahme von sogenannter Antioxidantien, die freie Radikale abfangen, konnte den Supplementen ebenfalls noch nicht nachgewiesen werden.

Positiver schneiden dagegen die funktionellen Lebensmittel, die von den Herstellern mit bestimmten gesundheitsfördernden Zusätzen angereichert werden, ab. So können Produkte, die mit Omega-3-Fettsäuren angereichert wurden, nachweislich das Risiko für Lungenentzündung oder Herzinfarkt senken. Auch Prä- und Probiotika, eine der am stärksten nachgefragten Gruppen der funktionellen Lebensmittel, können zu einem gesünderen Leben beitragen. Besonders bei älteren Menschen, deren Darmflora sich mit den Jahren verändert und damit auch das im Darm zentrierte Immunsystem beeinträchtigt. Präbiotika und Probiotika sind deshalb eine Option auch für ältere Menschen bei Durchfallerkrankungen, Verstopfung und zur Anregung des Immunsystems. Das Angebot von Produkten zum Thema Anti-Aging geht von Cremes über Nahrungsergänzungsmittel bis hin zu ganzen Lebenskonzepten. Auch Hormonen werden verjüngende Eigenschaften nachgesagt. Einen Beweis dafür, dass Altern durch einen Hormonmangel bedingt ist, gibt es aber bis heute nicht. "Die Langzeitwirkung von Testosteron, Wachstumshormonen und Geschlechtshormonen sind noch nicht ausreichend erforscht", betont Dr. Gassmann vom Waldkrankenhaus St. Marien in Erlangen
(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:http://idw-online.de)




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