Asthmatiker ... Achtung!!!

 
Asthmatiker ... Achtung!!!

Besondere Schwierigkeiten für Asthmatiker

Ist ein Asthmatiker gegen ein oder mehrere Nahrungsmittel allergisch, dann genügen oft schon kleinste Mengen des Nahrungsmittels, um einen Anfall auszulösen. Doch natürlich kann eine Allergie nicht nur durch ein bestimmtes Nahrungsmittel hervorgerufen werden, sondern auch durch einzelne Inhalts-, Konservierungs- oder Zusatzstoffe. Besonders häufig reagieren allergiegefährdete Personen auf die Salicylsäure. Diese Säure kommt in einer Vielzahl von Lebensmitteln vor.

Dazu gehören beispielsweise
  • Tee,
  • in Essig eingelegtes Fleisch,
  • Mayonnaise und Ketchup,
  • Gurken, Melonen, Kirschen und anderes Obst,
  • Bier, Wein, Schnaps usw.
Das bedeutet für Allergiker, Asthmatiker und auch Neurodermitiskranke, die gegenüber Salicylsäure allergisch reagieren, dass Gefahren in einer Vielzahl von Nahrungsmitteln steckt. Doch das ist noch nicht alles. Die Säure findet man außerdem noch in Medikamenten wie Aspirin u. ä. Als Aroma- und Duftstoff wird sie in Getränken und Atemsprays, Süßigkeiten und sogar Zahnpasta verwendet. Auch in der Natur kommt Salicylsäure in der Espe, Birke, Weide und anderen Pflanzen vor.
Ein häufiger Grund, warum Allergiker weder Haushaltszucker noch Auszugsmehle vertragen, liegt darin, dass diese Produkte im Magen sauer reagieren.

Eine ganz andere Gefahrenquelle lauert in den Sulfiten. An dem Postfix "sulfit" erkennt man, dass Moleküle mit dem Element Schwefel verwendet werden. Beispiele hierfür sind Kalium-Metabisulfit (eine spezielle Verbindung von Kalium und Schwefel) oder Natriumsulfit (die Verbindung von Natrium und Schwefel). Eine Ausnahme hiervon ist SO2, genannt Schwefeldioxid. Schwefel ist hier eine Verbindung mit Sauerstoff eingegangen.
Doch wie gelangen diese Stoffe mit einem doch recht gefährlich klingenden Namen in unser Essen? Beispielsweise als Konservierungsmittel oder als Zusatz bei Gärprozessen. Doch auch das Sprichwort "Das Auge isst mit" fördert die Verwendung von Schwefel. Damit Nahrungsmittel nicht ihre Farbe verlieren oder sich verfärben, werden Antioxidationsmittel eingesetzt. Diese Schwefelverbindungen verhindern die Reaktion mit Sauerstoff, z. B. bei einer längeren Lagerung von Nahrung.

Diese genannten Schwefelverbindungen sind für Asthmatiker besonders gefährlich, da sie leicht einen Anfall hervorrufen können. Daher müssen abgepackte Lebensmittel, die mit Sulfiten behandelt sind, mit der Aufschrift geschwefelt oder den EG-Nummern E 220 bis E 227 gekennzeichnet werden.

Was bleibt Asthmatikern also über, wenn sie nicht nur unter Asthma, sondern auch unter einer Lebensmittelallergie leiden? Der einzige Ausweg scheint eine strenge Diät und evtl. eine damit verbundene Therapie zu sein.




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