Schwarze Galle herzustellen. Reizbarkeit und Wutausbrüche, die von einem „ungesunden Übermaß an Schwarzgalle“ herrührten, bekämpfte sie mit einer halben Tasse Weißwein, die bis kurz vor den Siedepunkt erhitzt - und dann mit Wasser gemischt wurde.

Friedrich Hoffmann – Viel hilft viel

Der Chemiker und Mediziner Friedrich Hoffmann, erster Professor an der Martin-Luther-Universität Halle und Leibarzt des Preußenkönigs Friedrich I. entwickelte die „Wein-Cur“. In der ersten Woche sollten die Patienten zunächst anderthalb Liter Wein täglich trinken. Diese Dosen wurden dann im Laufe der Kur gesteigert, so dass in der fünften Woche sechs bis acht Liter Wein pro Tag auf dem Speiseplan standen.

Paracelsus – Wein auf Rezept

Im 16. Jahrhundert, zu Zeiten des Alchimisten und Arztes Theophrastus Bombastus von Hohenheim, bekannt unter dem Namen Paracelsus, waren Traubenkuren in deutschen Heilbädern im Trend. Wein als heilender Wirkstoff setzte sich so sehr durch, dass durch die Ärzte bestimmte Weine zur Genesung verschrieben wurden, jedoch in Maßen. Denn wie Paracelsus bemerkte:“ Alle Ding' sind Gift und nichts ohn' Gift; allein die Dosis macht, das ein Ding kein Gift ist."

Goethe – Wein als Sorgenkiller und Inspirationskick?

Johann Wolfgang von Goethe, nahm in vielen seiner Werke Bezug auf den Wein. Er pries immer wieder seine wohltuenden Eigenschaften. 1829 fand sich in seinem Haushaltsbuch unter dem Stichwort „Weinerwerb“ eine Summe, die 20 Prozent der Gesamtausgaben ausmachte. Um mit Goethes Worten zusammenzufassen: Für Sorgen sorgt das liebe Leben Und Sorgenbrecher sind die Reben.
(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:http://www.wein.de)




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