Basen in der Ernährung

 
Basen in der ErnährungWichtige Basen für den Körper sind: Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium. Natrium findet sich vor allem in der Flüssigkeit zwischen den Zellen und im Blut. Das Kalium dagegen ist «die» Base des Zellinneren. Kalium, Kalzium und Magnesium nehmen wir mit jeder, vor allem pflanzlicher Ernährung auf. Kalzium ist in Milch und Milchprodukten in hoher Konzentration vorhanden. Es ist für das Wachstum der Knochen unentbehrlich. Milchprodukte und Fleisch enthalten relativ wenig Kalium. Beim Kochen von Gemüse in viel Wasser und beim Raffinieren von Getreide und Reis gehen Kalium und auch andere wichtige Stoffe verloren. Mit unserer «raffinierten» Wohlstandsernährung haben wir zu wenig Kalium in der Ernährung. Wir konsumieren ausserdem zu grosse Mengen säurebildender Stoffe (siehe Schwefel in der Ernährung, Phosphor in der Ernährung), die in den Zellen bei Kalium-Mangel ungenügend ausgeglichen werden. So entsteht eine dauernde, zur Säure verschobene Stoffwechsellage, die zahlreiche Krankheiten begünstigt.

Der Zustand wird noch zusätzlich verschlechtert, weil wir zuviel Kochsalz (Natrium) verwenden. Früher war Kochsalz etwas Seltenes, Wertvolles, sodass unser Körper möglichst viel davon behalten will. Das Natrium aus dem Kochsalz wird in der Niere für das in früheren Zeiten im Überfluss vorhandene Kalium ausgetauscht: je mehr Natrium wir zu uns nehmen, desto mehr Kalium verlieren wir. Dies erhöht noch weiter den Kalium-Mangel und trägt zur Verschiebung zur sauren Stoffwechsellage bei. Bei Kalium-Mangel wird statt Kalium vermehrt Kalzium ausgeschieden. Sowohl Kalzium als auch Kalium in kleinerer Menge werden im Knochen gespeichert, um einen erhöhten Bedarf kurzfristig zu stillen. Bei langandauerndem erhöhtem Kalium-Bedarf (saure Stoffwechsellage) werden Kalzium und Kalium aus den Knochen «ausgelaugt». Damit entsteht die Knochenschwäche (Osteoporose).

Eine langandauernde saure Stoffwechsellage begünstigt auch viele andere Krankheiten, wie Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen (u.a. erhöhtes Cholesterin), Zuckerkrankheit, hohen Blutdruck, Gicht, Gallen- und Nierensteinkrankheit, Verdauungsstörungen, Lebensmittelunverträglichkeiten, Schwindel, Infektionen, Krebs. Eine saure Stoffwechsellage steigert die Schmerzempfindlichkeit und mindert die Leistungsfähigkeit.




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