In einigen Branchen hat man die Trendumkehr bereits erkannt. So wirbt die österreichische AMA erstmals wieder ungeniert für den Konsum von magerem Schweinefleisch (hat nur zwei Prozent Fett!) und der japanische Pharmakonzern Takeda hat den Insulinsensitizer Pioglitazon (Handelsname: Actos) entwickelt, der bei Diabetikern das körpereigene Insulin wieder funktionstüchtig machen soll und daher die zusätzliche Gabe von Insulin per Spritze verhindert. „Pioglitazon entspricht genau dem physischen Konzept des menschlichen Körpers, mit weniger Insulin können auch Diabetiker wesentlich leichter abnehmen“, weiß der Wiener Facharzt Dr. Günther Sokol.
Um gar nicht in die Verlegenheit einer Krankheit wie Adipositas (Fettleibigkeit) oder Diabetes zu kommen, gibt es 13 einfache Regeln für Ernährung und Bewegung, die von Nicolai Worm entwickelt wurden:
- Essen Sie mindestens fünf Portionen Obst (2x) und Gemüse (3x) pro Tag
- Bevorzugen Sie mageres Fleisch und Fleischwaren
- Verzehren Sie regelmäßig fetten Seefisch wie Lachs, Makrele, Hering oder Sardine
- Verwenden Sie hochwertige Fette wie Olivenöl, Rapsöl, Walnussöl und als Streichfett Butter
- Bevorzugen Sie bei Milch und Milchprodukten die Vollfettstufen
- Essen Sie möglichst selten bzw. nur kleine Portionen stärke- und zuckerreicher Lebensmittel
- Wenn Sie naschen wollen, am besten zu oder nach einer Hauptmahlzeit
- Verzehren Sie zu jeder Mahlzeit ein eiweißreiches Lebensmittel
- Vermeiden Sie die Kombination von zucker- und fettreichen Lebensmitteln
- Essen Sie vor allem Nahrung mit niedriger glykämischer Last
- Ideal ist eine tägliche glykämische Last von maximal 100
- Trinken Sie ausreichend 1,5 bis 2 Liter pro Tag
- Bewegen Sie sich viel und gerne, mindestens drei Mal eine Stunde pro Woche
- Eiweiße und Fette in Kombination mit Kohlehydraten verzögern die Magenentleerung, dadurch steigt der Blutzucker langsamer
- Je mehr ein kohlehydratreiches Lebensmittel verarbeitet ist, desto größer sein Einfluss auf den Blutzucker. Kartoffelpüree wirkt intensiver als Salzkartoffel.
- Auch die Kochzeit spielt eine Rolle: „Al dente“-Nudeln haben noch nicht die gesamt Stärke aufgeschlossen, zerkochte Nudeln lassen den Zuckerwert in die Höhe schnellen.
- Ballaststoffe (etwa Vollkornbrot) verzögern die Freisetzung von Kohlehydraten
- Lebensmittel mit niedrigem Kohlehydratgehalt wie die meisten Salat- und Gemüsearten, Fisch, Geflügel, Fleisch und Eier haben einen vernachlässigbaren Einfluss auf den Blutzucker.
- Milch- und Milchprodukte beeinflussen über den Milchzucker, Sauermilchprodukte aber nicht. Bei letzteren muss man allerdings auf den beigefügten Zucker achten
- Lebensmittel werden in drei verschieden Stufen eingeteilt: Niedriger GI >55, Mittlerer GI 56 – 69, Hoher GI <69
(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:http://www.diabetes-austria.com)


