einer neuen britischen Studie. Das gilt offenbar nicht nur für Menschen, sondern auch für Spinnen, wie Forscher der NASA schon früher herausgefunden haben. Sie setzten die Tiere unter verschiedene Drogen, um zu sehen, wie diese die Fähigkeit beeinflussen, Spinnennetze zu weben. Heraus kamen Kreationen , die mit ordnungsgemäßen Fliegenfanganlagen nicht mehr viel gemein hatten.

Aufgeputscht mit Ecstasy oder Speed, webten die Spinnen wild drauflos, ließen im Übereifer jedoch klaffende Löcher im Geflecht. Auf einem LSD-Trip spannen sie zwar gleichmäßig, aber unvollständig. Benebelt von Marihuana, schienen sie nach einer Weile einfach die Lust zu verlieren. Unter Chloralhydrat, enthalten in Schlaftabletten, fingen sie gar nicht erst richtig an.

Koffein jedoch, die wohl üblichste Droge von allen, hatte die bizarrste Wirkung. Die Spinner knüpften die Fäden völlig planlos aneinander. Schon nach Verzehr geringer Mengen von Koffein tobte in den Spinnenköpfen hingegen das Chaos: Nichts klappte mehr, nichts paßte zusammen. Steckt in Kaffee oder CocaCola also ein Ultragift?

"Ob man die Ergebnisse 1:1 auf den Menschen übertragen kann ist unsicher", sagt Spinnenexperte Fritz Vollrath.

Die Spinnerei hat bei der Nasa Tradition. Mit dem Weltraumlabor Skylab schickte die Nasa vor 20 Jahren die Kreuzspinnen Arabella und Anita ins All. Die Tiere sollten unter Schwerelosigkeit ihre Netze spinnen. Bald nach dem Start erfüllten sie brav ihren Job. Auf einmal fiel den Astronauten jedoch auf, daß sie das Futter für Arabella und Anita auf der Erde vergessen hatten.

Die Biologen in der Bodenstationen empfahlen, den Spinnenweibchen saftige Fleischstückchen ins Netz zu legen. Da begingen die Raumfahrer ihren zweiten Fehler: Sie grillten die Mini-Steaks vorher in der Mikrowelle. Dieses Futter war anscheinend für Arabella und Anita ungeeignet, sie vertrockneten und standen für weitere Experimente nicht mehr zur Verfügung.
(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:www.initiative.cc)




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