Der optimale Fettbedarf ist heute sehr umstritten. Es ist v.a. die Qualität des Fetts, welches wichtig ist und nicht so sehr die Menge. Es wird sogar auf den Steinzeitmenschen verwiesen, dessen Verdauung und Stoffwechsel wir immer noch haben - unsere Ernährung hat sich aber grundlegend verändert: Der Urmensch ass mindestens zwei Drittel tierische Produkte (v.a. aber Wildtiere und Fisch!). da er zudem auch viele Pflanzen verzehrte, die n-3 enthalten, liegt das n-6-n-3-Verhältnis in dieser fettreichen Nahrung bei wesentlich günstigeren Werten als bei uns. Es fehlen auf dem Speisezettel der Wildbeuter die in der heutigen Ernährung dominierenden blutzuckersteigernden Getreideprodukten. Suche der Gesundheit zuliebe nach den versteckten (schlechten) Fetten in der Nahrung, denn wenn das Fett erst einmal an deinen Hüften oder am Bauch ist, lässt es sich nicht mehr verstecken. Die Superreichen wären: Mayonnaise 80 g (Fettgehalt pro 100 g); Speck, durchwachsen 65 g; Erdnüsse 50 g; Salami 42 g; Pommes Chips 39 g; Milchschokolade 35 g; Schlagrahm 32 g; Leberpain 31 g; Käse (60% F. i.Tr.) 31 g; Blätterteig 28 g; Cervelat 25 g; Schweinefleisch (nicht Freiland) 23 g; Marzipan 18 g.
Aber aufgepasst: kalorien- und fettreduzierte Nahrungsmittel gelten als „gesund“, so dass man beliebig viel davon essen kann und dann in der Summe mehr Kalorien und Kohlenhydrate aufnimmt, als wenn man eine normale Portion eines nicht fettreduzierten Nahrungsmittels genommen hätte. Durch den Rebound-Effekt kann der Insulinspiegel unter die Norm absinken, was dann wieder Hunger auslöst. So können besonders Kohlenhydrate mit hohem GI als „Hungermacher“ agieren.Unter einer zu kohlenhydratlastigen und fettarmen Diät verschlechtert sich das Lipidprofil stark. Ein Gramm Fett hat die doppelte Kalorienzahl wie ein Gramm Kohlenhydrate oder Protein.
(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:http://www.dr-walser.ch)


