Abhängigkeit und Sucht

 
Abhängigkeit und SuchtAbhängigkeit und Sucht sind nicht von heute auf morgen vorhanden, sondern entwickeln sich teilweise sehr langsam und für Außenstehende zunächst oft unerkennbar. Sie gehen meist einher mit sozialer Ausgrenzung, Verwahrlosung und Verelendung sowie gesundheitlicher Auszehrung..

Suchtentstehung

Die Erklärung der körperlichen und psychischen Suchtentstehung bezüglich Designer-Drogen ist im Wesentlichen an die klassischen Erklärungsmodelle zur Suchtentstehung angelehnt. Wie bei vielen anderen Suchtmitteln müssen wir auch bei diversen Designer-Drogen davon ausgehen, dass sie die „Produktion“ oder die „Ausschüttung“ verschiedener körpereigener Stoffe (siehe körperliche Abhängigkeit) unterstützen oder ersetzen. Entsprechend vielfältig können durch den Konsum dieser Stoffe unterschiedliche Ausprägungen körperlicher und/oder psychischer Abhängigkeiten entwickelt werden.

Für eine bessere Unterscheidung und eine differenzierte Sichtweise ist es wichtig zwischen den Begriffen Konsum, Missbrauch und Abhängigkeit (Sucht) sowie Toleranz und Gewöhnung als auch verschiedenen Stufen eines Suchtstoffkonsums zu unterscheiden. Auf den verschiedenen Konsumstufen entstehen unterschiedliche Problemstellungen. Diese gilt es zu erfassen, um in der Prävention, der Information und in den Hilfseinrichtungen der Drogen- und Suchthilfe entsprechende Interventionsinstrumente zu entwickeln, die der Vielschichtigkeit der Fragen und Probleme gerecht werden. In der Suchthilfe werden zunächst Konsumstufen unterschieden:

Probier- bzw. Experimentierkonsum:

Dabei geht es den meisten in erster Linie um die Befriedigung der Neugierde auf Unbekanntes im weitesten Sinne. Junge Menschen probieren verschiedene Suchtstoffe im Verlaufe ihres Erwachsenwerdens, um mitreden zu können oder um zu wissen, wie bestimmte Sachen auf ihren Körper oder ihre Psyche wirken. So werden erste Erfahrungen mit Nikotin, Medikamenten, Alkohol aber auch mit illegalen Suchtstoffen gemacht. Dabei fällen die Jugendlichen meist selbständig eine Entscheidung darüber, welche Rolle die Stoffe in Zukunft in ihrem Leben spielen sollen. Einige verbannen nach dieser Probierphase die Stoffe aus ihrem Leben andere nicht. Sie konsumieren die Stoffe bei bestimmten Gelegenheiten.

Gelegenheitskonsum:

Menschen, die einen gewissen Gefallen an probierten Suchtstoffen finden, lesen Sie weiter




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