finden, werden nicht meistens aber hin und wieder zu sog. Gelegenheitskonsumenten. Das heißt, bei entsprechenden Gelegenheiten (Kinofilmen, Lagerfeuer, Partys, Feste, Musikveranstaltungen etc.) steigern Gelegenheitskonsumenten ihren Lustgewinn an den Veranstaltungen z. B. durch kontrollierten Alkoholkonsum oder durch rauchen von Marihuana bzw. Haschisch. Gelegenheits- und Probierkonsumenten führen im wesentlichen ein völlig selbstbestimmtes und selbstorganisiertes Leben. Sie leiden an keinerlei Kontrollverlust und sind gesellschaftlich unauffällig und voll integrierte Menschen, die die geltenden Werte und Normen weitgehend teilen. Der gelegentliche Suchtstoffkonsum dieser Menschen ist weder für sie selbst noch für die Gesellschaft ein Problem. In diesen beiden Konsumstufen brauchen KonsumentInnen im wesentlichen sachgerechte Informationen über Stoffe und Konsumumstände, um auf der Basis fundierter Informationen die Risiken, die jeder Rauschmittelkonsum mit sich bringt, einschätzen zu können, um sich dann für oder gegen den Gebrauch der entsprechenden Mittel zu entscheiden.

Gewohnheitskonsum:

Gewohnheitskonsumenten unterscheiden sich von Gelegenheitskonsumenten dadurch, dass sie wesentlich stärker auf die individuelle Verfügbarkeit des Suchtstoffes (z. B. Haschisch) angewiesen sind, ohne dass man bereits von einer Sucht oder Abhängigkeit sprechen kann. Besonderes Merkmal ist dabei der regelmäßige Konsum des Suchtmittels, der mehrmals wöchentlich – manchmal auch täglich – erfolgt. Dem Suchtstoff wird häufig schon eine bedeutende Funktion zugeschrieben. Dementsprechend konsumieren Gewohnheitskonsumenten vielfach konfliktbehaftet und funktionsorientiert, um Anspannungen abzubauen bzw. Hemmungen oder Langeweile entgegenzuwirken. Dabei geht oft darum, negative Gefühle zu vermeiden, womit bereits die Verdrängungsfunktion des Suchtmittelkonsums in den Mittelpunkt gerückt wird, der dann auch den oft fließenden Übergang in den abhängigen Konsum bildet.

In dieser Phase des Konsums nimmt der sog. Missbrauch der Stoffe sowohl quantitativ als auch qualitativ zu. Deutlich wird der Missbrauch u. a. in Gewaltanwendung gegen Dritte infolge übermäßigen Alkoholkonsums, beim Führen eines Kraftfahrzeugs unter Alkohol-, Medikamenten- oder Opiateinfluss oder auch Überdosierungen mit allen Suchtstoffen.
(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:http://www.jugend-hilft-jugend.de)




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