Drogen und Psychische Abhängigkeit

 
Drogen und Psychische AbhängigkeitEntscheidend ist dabei immer die psychische Abhängigkeit, denn zur Droge wird eine Substanz immer erst dann, wenn sich eine Person dazu in Beziehung setzt und Erfahrungen damit macht. Das Verhältnis zwischen einem Menschen und einer bestimmten Substanz wird immer über die Art der individuellen Erfahrungen vermittelt. Diese sind die Grundlage des Verhältnisses, das der/die Einzelne zu einer bestimmten Substanz entwickelt. Psychotrope Substanzen können dazu benutzt werden, über die Veränderungen psychischer Prozesse (wahrnehmen, denken, fühlen) auch eine Veränderung des eigenen Verhältnisses zur Realität zu entwickeln.

So wird mit der Drogenzufuhr nicht nur die Produktion verschiedener "Körpersäfte" (siehe körperliche Abhängigkeit) beeinflußt, sondern es werden immer auch psychische Wahrnehmungen und Verarbeitungen zunehmend gestört beziehungsweise "fern- oder fremdgesteuert". Lustempfinden oder visuelle und akustische Wahrnehmung wird etwa gesteigert oder gedämpft, eigene "Belohnungssysteme" werden außer Kraft gesetzt und künstlich gesteuert, ganze psychische Gemütszustände werden mittels Suchtstoffzufuhr "reguliert" oder "normalisiert". Diese Veränderungen können sich sowohl auf die eigenen (inneren) als auch auf die umgebenden (äußeren) Realitäten beziehen. Das veränderte Verhältnis kann als positiv oder negativ empfunden werden. Das kann z.B. heißen: Als Folge des Konsums eines Suchtmittels nimmt das subjektive Bedürfnis, diesen Stoff zu konsumieren - als Konsequenz positiver Wirkungserlebnisse - sukzessive zu.

Der Begriff "Droge" beschreibt somit nicht - wie vielfach angenommen - einen Stoff, sondern vielmehr ein Verhältnis zwischen dem Individuum und der Realität. Nicht die Droge `macht´ dabei etwas lesen Sie weiter




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