etwas mit dem Menschen, sondern die Menschen benutzen die Wirkungen der Drogen aus ganz bestimmten Gründen. Problematisch und gefährlich wird dies für die Person selbst und für dessen Umfeld, wenn dies langfristig zur Sicherung subjektiver Lebensinteressen praktiziert wird und der Mensch zunehmend das Gefühl bekommt, seine Lebensinteressen ohne den Konsum dieses Stoffes nicht mehr realisieren zu können. Dieses Verhältnis zu einem Suchtstoff können Menschen bis zu einem gewissen - individuell sehr verschieden gelagerten Punkt - selbst gestalten. Sie sind der Wirkung von Drogen also nicht willenlos ausgeliefert. Menschen, die Drogen konsumieren, sind oder werden nicht `automatisch´ abhängig. Abhängigkeit steht immer erst am Ende einer meist viele Jahre dauernden persönlichen Entwicklung - der Suchtkarriere.

Vielfach wird in der Fachliteratur psychische und soziale Abhängigkeit gleichgesetzt oder in einem Satz genannt. Dies ist weit verbreitet und legitim, da die Grenzen zwischen beiden sehr fließend sind und eine künstliche Trennung immer mehr Problem als Klarheiten aufwirft. Egal ob Alkohol, Medikamente, Schnüffelstoffe oder illegale Stoffe, die sozialen Symptome der Aus- und Abgrenzung aus und von sozialen Beziehungsgefügen können bei einer sich bildenden Abhängikeit von jeder Droge beobachtet werden. Dieser Prozeß der sozialen Aus- und Abgrenzung ist ein wechselseitiger Prozeß, der sowohl von der abhängig werdenden Person, als auch von seinem Umfeld ausgeht. Er vollzieht sich bei Abhängigkeiten von illegalen Stoffen i.d.R. wesentlich schneller als beim Konsum legaler Stoffe.
(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:http://www.jugend-hilft-jugend.de)




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