Hat Ihr Kind auch Last von Bettnässen?
Dinge, über die wenig geredet wird, sind mit Vorurteilen belastet. Für das Bettnässen gilt das allemal. Mit der Folge, dass die Betroffenen stärker leiden, als sie es ohnehin schon tun – das gilt für Kinder und ihre Eltern genau so wie für Erwachsene. Zu den oft anzutreffenden Vorurteilen beim Bettnässen gehören Vorwürfe der Eltern, in der Erziehung etwas falsch gemacht zu haben, genauso wie die Angst, dass eine psychische Störung die Ursache des Bettnässens sein könnte. Beides ist falsch. Vorwürfe der Eltern sich selbst gegenüber sind fehl am Platz, auch Vorwürfe dem Kind gegenüber. Richtig ist jedoch, dass psychische Störungen Folge des Bettnässens sind. Die erste Bedingung, um dem vorzubeugen, ist, über die grundlegenden Tatsachen und Ursachen des Bettnässens informiert zu sein.Grundlegende Fakten
Für die meisten Menschen überraschend ist der Umstand, dass Bettnässen äußerst häufig vorkommt. In der Tat ist es die häufigst anzutreffende Störung im Kindesalter. Nachts nässen 25 % der Vierjährigen, 10 % der Siebenjährigen und auch noch 1 bis 2 % der Jugendlichen ein. Selbst 1 % Erwachsene sind betroffen. In der Medizin wird das Bettnässen im Übrigen erst ab dem vollendeten 5. Lebensjahr als therapiebedürftiges Problem gesehen, denn erst ab dem 3. und 4. Lebensjahr kann die Anspannung der Blasenmuskulatur gesteuert werden und auch dann bedarf es noch einiger Zeit, bis sich die Steuermechanismen voll entwickeln. Bettnässen unter 5 Jahren ist also ein völlig normales Vorkommnis.Aber auch ab dem Alter von 5 Jahren ist das Bettnässen meist kein Grund zur Sorge. Jedes Jahr werden rund lesen Sie weiter


