Körperliche Abhängigkeit von Drogen

Die Fragezeichen der Fachleute bezüglich entstehender Abhängigkeiten beziehen sich in erster Linie auf die körperliche Abhängigkeit. Der gesunde menschliche
Körper produziert eigene
Botenstoffe, die Endorphin, Dopamin, Serotonin, Ephedrin etc. heißen. Diese arbeiten als Reizvermittler (Neurotransmitter) im Gehirn und wirken auf verschiedenste Einflüsse und Reize, denen der Körper ausgesetzt ist. Die körperliche Abhängigkeit ist - wie bereits beschrieben - die Folge einer Gewöhnung des Körpers an die regelmäßige künstliche Zufuhr eines dieser - auch körpereigen produzierten - Stoffe. Er stellt als Reaktion den eigenen Stoffwechsel auf die künstliche Zufuhr ein. Dabei können verschiedene Stoffwechselfunktionen beeinflußt sein:
- Die köpereigenen Verarbeitungs- und Verdauungsorgane (Magen-Darm-Trakt, Enzyme, Leber, Lunge etc.) stellen sich auf den regelmäßigen verstärkten Abbau zugeführter Wirksubstanzen ein. Die nötigen Zellen, Bakterien, Flüssigkeiten, Stoffe etc. werden in entsprechender Menge zur Verfügung gestellt um diesen verstärkten Ausscheidungsbedarf realisieren zu können. Eine Unterbrechung der künstlichen Zufuhr dieser Stoffe hat jedoch keinen unmittelbaren Produktionsstop dieser Abbaustoffe zur Folge, sondern führt dazu, daß der Körper für die jetzt überflüssig gewordenen Abbaustoffe keine Verwendung mehr findet. Folge ist ein Ungleichgewicht im biochemischen Stoffwechsel mit dem nicht selten einige der typischen Entzugssymptome einhergehen.
- Umgekehrt kann es der Fall sein, daß durch die künstliche Zufuhr bestimmter Stoffe (wie z.B. Morphin beim Heroinkonsum) die körpereigene Produktion dieser - auch körpereigenen Stoffe - eingestellt wird, da eine ausreichende Versorgung von außen lesen Sie weiter