negative Denkmuster und ihre Bedeutung für Angststörungen

 
negative Denkmuster und ihre Bedeutung für Angststörungen

Katastrophendenken

Katastrophendenken ist ein Denkmuster, welches meiner Erfahrung nach sehr häufig bei Angstpatienten vorkommt. Wer zum Katastrophendenken neigt, befürchtet bei Ereignissen, die sich im nachhinein oft als völlig harmlos erweisen, zunächst einmal die schlimmst mögliche Variante. Sie machen sozusagen aus einer Mücke einen Elefanten. Beispiele: Erkrankt ihr Kind an einer Erkältung, befürchten sie, dass es sich zu einer Lungenentzündung ausweiten wird und das Kind daran sterben wird. Kommt ihr Partner oft zu spät von der Arbeit nach hause, glauben sie, dass er eine Affäre hat. Wenn sie sich ein Bein brechen, befürchten sie, dass sie nie wieder richtig laufen können. Wenn sie einen Fehler bei der Arbeit machen, glauben sie, dass ihnen gekündigt wird.

Personalisierung

Auch die Personalisierung tritt sehr häufig auf. Sie meint die Bereitschaft alle möglichen Ereignisse, ohne das ein wirklicher Zusammenhang besteht, auf die eigene Person zu beziehen. Beispiele: Die Freundin erkrankt an Brustkrebs und sie gehen davon aus, dass auch sie nun bald Brustkrebs bekommen werden. Im Haus des Nachbarn wird eingebrochen und sie befürchten, dass nun auch bei Ihnen eingebrochen wird. Ein Flugzeug stürzt ab und sie glauben, dass nun auch sie beim nächsten Flug abstürzen werden. Sie lesen von weiter steigenden Arbeitslosenzahlen und befürchten nun gleich ihren Job zu verlieren.

Alles oder Nichts Denken

Beim Alles oder Nichts Denken wird nur noch in Extremen gedacht. Schwarz - Weiß, Gut - Schlecht, Gewinner - Verlierer. Beispiele: Sie halten sich für einen Versager, da sie ab und zu Fehler machen. Sie glauben ihre Freundin mag sie nicht mehr, da sie die letzte Verabredung abgesagt hat. Ihre Partner ist nicht ihrer Meinung und sie glauben nun, dass sie nicht zusammen passen.

willkürliche Schlussfolgerung

Ein Ereignis wird vorschnell negativ beurteilt, ohne dass ausreichende oder treffende Beweise vorhanden sind. Beispiele: Sie haben seit drei Wochen öfter leichte Kopfschmerzen und glauben nun, dass sie einen Gehirntumor haben, obwohl sie sich noch gar nicht untersuchen ließen und es viele verschiedene Erklärungen für die Kopfschmerzen geben kann. Sie werden von ihrem Chef zu einem persönlichen Gespräch gebeten und glauben nun, dass er ihnen kündigen will.

eingeengte Wahrnehmung

Menschen mit eingeengter Wahrnehmung sehen fast ausschließlich die negativen Anteile eines Ereignisses, obwohl es sehr wohl auch positive Anteile hat. Dadurch geht die lesen Sie weiter




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