Was ist eine Borderline-Persönlichkeitsstörung?

Das Borderline-Syndrom gehört mit Sicherheit zu den
„Modediagnosen“ der heutigen Zeit. Wann immer man in der Praxis nicht so genau weiß, wie man einen Klienten einzuschätzen hat liegt die Neigung nahe, sich dieser Diagnose zu bedienen. Und in der Tat weisen zumindest
Drogenabhängige eine große Comorbidität (Doppeldiagnose) mit diesem Störungsbild auf. Dennoch ist es sinnvoll, die Diagnose sauber gegen andere abzugrenzen.
Allgemeines zu Persönlichkeitsstörungen
Das Borderline-Syndrom gehört zu den Persönlichkeitsstörungen. Nach der Definition von Persönlichkeitsstörungen müssen demnach laut Interner Link IDC-10 „tief verwurzelte, anhaltende“, dabei weitgehend situationsübergreifende Verhaltensmuster vorliegen, die sich „in starren Reaktionen“ auf diverse Lebenslagen zeigen. Die Betroffenen zeigen „deutlich Abweichungen im Wahrnehmen, denken, Fühlen und in den Beziehungen zu anderen“. Die Persönlichkeitsstörungen beginnen in der Regel in der frühen
Kindheit und Adoleszenz und reichen dann in das Erwachsenenalter hinein. Eine Diagnosestellung vor dem 16./17. Lebensjahr wird in der Regel als eindeutig unangemessen bezeichnet. Dies unterscheidet von den erst später erworbenen Persönlichkeitsveränderungen. Um die Diagnose einer spezifischen Persönlichkeitsstörung und eine damit einhergehende eindeutige Zuordnung zu einem der etwa 8 bis 10 Untertypen treffen zu können, müssen gewisse Vorraussetzungen erfüllt sein. Leitlinien für die Diagnose eines
Persönlichkeitsstörung (geich welcher Art) sind zum einen deutliche Unausgeglichenheit in den Einstellungen und im Verhalten in mehreren Funktionsbereichen. Von dem auffälligen Verhalten wird verlangt, dass es mit einer gewissen Dauer und Gleichförmigkeit auftritt und nicht auf gewisse Episoden begrenzt ist. Zudem muss das Verhalten „tiefgreifend“ sein und für soziale Situationen in der Regel „eindeutig unpassend“.
Die Borderline-Störung
Aufgrund der Schwierigkeit
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