Wie wirken sich psychische Störungen auf das Leben aus?

 
Wie wirken sich psychische Störungen auf das Leben aus?

Auf die Emotionen

Im Leben der Menschen gibt es Freude und Leid. Gefühle wie Nervosität, Angst, Aerger, Deprimiertheit, Traurigkeit müssen deshalb keine Zeichen einer psychischen Erkrankung sein.. Emotionen, die aber länger als üblich andauern, sehr heftig sind, aus einem geringfügigen Anlass entstehen und die Lebensführung nachhaltig beeinträchtigen, sind ernstzunehmende Hinweise auf das Vorliegen einer psychischen Störung. Bei den Depressionen kommen Niedergeschlagenheit, seelische Schmerzen, Hoffnungslosigkeit, innere Leere, Selbstwertverlust und vieles mehr vor. Uebertriebene, unangemessene Aengste, die die Lebensführung beeinträchtigen, seien sie panikartig, andauernd oder in bestimmten Situationen, sind typisch für Angststörungen. Aengste können aber auch bei anderen psychischen Störungen als Begleitsymptomatik, unerklärliche Erregung und Aengste auch im Rahmen einer Psychose (z.B. einer Schizophrenie) auftreten.

Das Denken

Bei der Manie können sich die Gedanken so überstürzen, dass man ihnen nicht mehr folgen kann ("Ideenflucht"). Bei Demenzen kann es zu einem Denkverfall kommen. Depressive Menschen sind auf negative Gedanken wie Wertlosigkeit, Schuld, etc. eingeengt. In der Schizophrenie können die Kranken oft nicht unterscheiden, was Wirklichkeit ist, was Wahnidee, sie fühlen sich verfolgt, durch fremde Mächte beeinflusst und bleiben unkorrigierbar in ihrer wahnhaften Ueberzeugung.

Das Verhalten

Psychische Störungen können zu Störungen im sozialen Verhalten führen, sei es zu einem Rückzug, zur Unfähigkeit, die für uns selbstverständlichen Aktivitäten des täglichen Lebens auszuführen oder zu auffälligem, störendem, ja aggressivem Verhalten in der Oeffentlichkeit. Die Störung kann soweit gehen, dass die Betroffenen nicht mehr in der Lage sind, sich selbst zu pflegen, sich selbst zu versorgen und in ein menschenunwürdiges Dasein geraten. Leider ist die Zahl derjenigen hoch, die nicht mehr leben wollen und einen Suizidversuch begehen resp. an einem Suizid sterben. Ein grosser Teil der Suizide erfolgt im Rahmen von psychischen Störungen.Bei Kindern zeigen sich psychische Störungen zuhause oder in der Schule durch Aggressivität, ungenügende Aufmerksamkeit, Isolation und Kontaktmangel, dissozialem Verhalten und neu aufgetretenen Schulschwierigkeiten.Verhaltensschwierigkeiten sind oft nicht offensichtlich. Sie können diskret ablaufen und sich über Jahre entwickeln.
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