Krankheiten, die durch Rauchen enstehen oder begünstigt werden

Krebs
Rauchen erhöht das Risiko an Krebs zu erkranken. Im Tabakrauch sind rund 40 krebserregende oder -mitverursachende Substanzen enthalten. Rauchen verringert die natürlichen Killerzellen, die das Immunsystem gegen Krebszellen einsetzt.Alle Organe, die mit Zigarettenrauch oder dessen Inhaltsstoffen in Berührung kommen, sind stärker krebsgefährdet. Besonders betroffen sind Bereiche der oberen Atemwege wie Lunge, Mundhöhle, Zunge, Rachen, Kehlkopf, Speiseröhre, Luftröhre und Bronchien.
- Etwa 90 – 95% der an Lungenkrebs erkrankten Erwachsenen sind Raucher.
- Die Chance, nach der Diagnose Lungenkrebs 5 Jahre zu überleben, liegt bei10%
- Die Zahl der Krebstoten durch Rauchen liegt jährlich bei etwa 60.000 bis 80.000
Herzinfarkt
Rauchen bewirkt eine akute Verengung der Blutgefäße (Gefäßverkalkung vor allem der Arterien des Herzens, des Gehirns und der Gliedmassen). Lebensgefährliche Gefäßverschlüsse sind häufig die Folge. Weiterhin führt Rauchen zum Ansteigen des Blutdrucks und einer erhöhten Herztätigkeit.Weitere Risikofaktoren wie Übergewicht, mangelnde Bewegung, dauerhafter Bluthochdruck, Stress etc. erhöhen das Herzinfarktrisiko.
Bei akuten Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefässe (Koronararterien) stirbt Herzmuskelgewebe ab und nimmt nicht mehr an der Pumpkontraktion des Herzens teil. Je mehr Gewebe abgestorben ist, desto mehr ist die Leistungsfähigkeit des Herzens eingeschränkt.
Jeder fünfte Betroffene stirbt sofort, jeder achte der zunächst Überlebenden stirbt während eines Jahres in Folge des Herzinfarktes.
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen die meisten Toten in Deutschland.
- Frauen, die mit der Pille verhüten und rauchen, haben ein 10-fach höheres Risiko.
- Herzinfarkte vor dem 40. Lebensjahr betreffen fast nur Raucher.
- Ein Erstinfarkt tritt bei Rauchern im Schnitt 10 Jahre früher auf.


