Plötzlicher Säuglingstod - Risiken senken

 
Plötzlicher Säuglingstod - Risiken senkenDie Gemeinsame Elterninitiative Plötzlicher Säuglingstod GEPS und die LZG möchten Ihnen zusammen einige Informationen zum gesunden Babyschlaf geben.

Babys schlafen am sichersten in Rückenlage und im Schlafsack. Bitte legen Sie Ihr Baby zum Schlafen nicht auf den Bauch und auch nicht auf die Seite. Stellen Sie das Babybettchen in Ihrem Schlafzimmer, jedoch nicht in unmittelbarer Nähe der Heizung auf.

Ihr Baby möchte in Ihrer Nähe, aber im eigenen Bettchen schlafen. Die Matratze soll relativ fest und nur wenig eindrückbar sein.

Babys mögen eine angenehme Temperatur, Schwitzen gefällt ihnen nicht. Im Schlafzimmer ist deshalb eine Raumtemperatur von 16-18 Grad am besten.

Auf Kopfkissen, Fellunterlagen, Mützchen und Handschuhe sollte verzichtet werden, wenn Sie Ihr Baby zum Schlafen legen. Die Haut im Bereich von Haaren, Gesicht, Hals und Nacken hat eine wichtige Funktion bei der Temperaturregulation und soll deshalb frei bleiben. Ob sich das Kind wohl fühlt und eine angenehme Körpertemperatur hat, spürt man am besten, wenn man das Baby in der Nacken-Halspartie oder zwischen den Schulterblättern berührt. Kühle Händchen oder eine kühle Nase bedeuten nicht, dass Ihr Baby friert. Am besten ist ein Schlafsack, da Ihr Baby darin schön eingepackt ist und sich nicht freistrampeln und frieren kann. Ein weiterer Vorteil des Schlafsackes ist, dass sich Ihr Baby den Schlafsack nicht über das Gesicht ziehen kann. Leider ist das bei den üblichen Bettdecken nicht immer zu vermeiden. Wenn Sie dennoch auf eine Decke nicht verzichten wollen, sollte sie nicht zu dick und warm sein und keinesfalls zusätzlich zum Schlafsack eingesetzt werden. Legen Sie Ihr Baby dann bitte so ins Bett, dass die Füße das untere Bettende berühren, das Risiko, dass Ihr Baby so unter die Decke rutschen kann, ist damit etwas geringer.

Wir möchten Sie sehr zum Stillen ermuntern, da das Stillen viele Vorteile für die gesunde Entwicklung Ihres Babys bietet. Falls es mit dem Stillen nicht klappen sollte, raten wir Ihnen sehr, sich an Ihre Hebamme, Stillberaterin oder Ihren Kinderarzt zu wenden. Enger Körperkontakt tut Ihrem Baby auch dann gut, auch wenn Sie nicht stillen können.

Bitte denken Sie auch daran, dass der Rauch von Zigaretten und Zigarren für Ihr Baby während und nach der Schwangerschaft gefährlich werden kann. Nikotin zieht die Blutgefäße zusammen, so dass Ihr Baby weniger Sauerstoff und weniger Nährstoffe erhält. Jede Zigarette vermindert das Geburtsgewicht und erhöht das Risiko Ihres Babys, am plötzlichen und unerwarteten Säuglingstod zu sterben. Natürlich wissen wir, dass es schwer ist, mit dem Rauchen aufzuhören. Aber die Schwangerschaft und Ihr Baby sind eine ganz besondere Chance, jetzt aufzuhören. Versuchen Sie es doch einfach mal, heute den ersten Stopptag einzulegen - Ihrem Baby und sich selbst zuliebe.




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