Sicherheit für das Kind in der Wohnung

Sobald das Kind zu
krabbeln beginnt ist nichts mehr vor ihm sicher. Eine kindgerechte Wohnung lässt sich am besten aus der Sicht des Kindes einrichten. Ein Rundgang durch die Wohnung auf allen Vieren zeigt die Welt mit Kinderaugen und lässt potentielle Gefahrenquellen gut erkennen.
- Steckdosen: Steckdosen sind ein begehrtes Ziel kindlicher Entdeckungstouren. Spitze Gegenstände werden in die "lustigen" Löcher gesteckt und ein Stromschlag ist vorprogrammiert. Die beste Möglichkeit Kinder davor zu schützen sind Steckdosensicherungen. Am besten bewährt haben sich hier die Sicherungen, die man in die Steckdose klebt und die sich nur noch durch aufgesetzter Drehbewegung mit dem Stecker öffnen lassen.
- Feuerzeug, Streichhölzer, Kamine, Kerzen: in brennender Kamin im Winter ist etwas sehr schönes. Aber egal, ob es sich um einen Brennofen oder um einen offenen Kamin handelt: Kinder haben in der Nähe von Feuerstellen nichts zu suchen! So früh wie möglich muss man Kinder auf die ausgehenden Gefahren von Feuer aufmerksam machen. Und da stellen Erwachsene natürlich eine Vorbildfunktion dar. Wer selber mit den Fingern an einer brennenden Kerze hantiert, muss sich nicht wundern, wenn das Kind dieses Verhalten nachahmen will.
- Kinder dürfen sich niemals ohne Aufsicht in der Nähe von Feuer aufhalten! Denn die Faszination von Feuer ist für beinahe jedes Kind magisch.
- Streichhölzer und Feuerzeuge müssen immer in unerreichbare Höhe von Kinderhänden aufbewahrt werden. Ein mit echten Kerzen bestückter Weihnachtsbaum ist ebenso eine Gefahrenquelle, wie ein herumliegendes Feuerzeug.
- Zigaretten, Alkohol und Rauschmittel: Alkohol, Zigaretten, Tabletten und Rauschmittel sind immer in unerreichbarer Höhe von Kinder aufzubewahren. Nach einer Party und einem geselligen Abend daran denken die Gläser mit den Alkoholresten wegzustellen und die Aschenbecher auszuleeren. Kinder können nicht wissen, dass sich im Glas Whisky befindet und kein Apfelsaft und Zigarettenkippen werden genauso in den Mund gesteckt wie Gummibärchen. Herumliegende Tabletten sehen aus wie Bonbons und Spritzbesteck, sei es für Drogen oder zur Behandlung von Diabetes haben nichts in der Nähe von Kinderhänden verloren.
- Spitze Gegenstände: Nähutensilien, Scheren, Messer, Nagelpfeilen etc. gut wegschließen. Bewährt haben sich hier Schubladensicherungen, die es Kinderhänden unmöglich machen, die Schubladen zu öffnen.
- Schlüssel: Das Kleinkind ist alleine im Zimmer und der Zimmerschlüssel steckt von innen. Neugierig wird daran herumgespielt und plötzlich ist die Tür abgeschlossen. Das Kind ist drinnen, die Eltern sind draußen - ein Alptraum! Am besten zieht man sämtliche Schlüssel von den Schlössern ab oder verwendet Schlüsselhalter, die ein Umdrehen des Schlüssels im Schloss unmöglich machen.
- Fenster und Türen: Irgendwann wird der Tag kommen, an dem das Kind sich mit Hilfe von Stühlen oder Tischen den Weg auf die Fensterbank erobert. Das Fenster zu öffnen ist dann nur noch ein Kinderspiel und viele Unfälle basieren auf dem Sturz aus Fenstern oder von Balkonen. Um auf Nummer Sicher zu gehen, sollten Fenster entweder durch eine Fenstersicherung gesichert werden, oder durch abschließbare Griffe. Im Kinderzimmer, wo das Kind sich am häufigsten auch mal alleine aufhalten wird, kann man auch meist problemlos die Fenstergriffe komplett abmontieren und bei Bedarf wieder aufsetzen. Türen bedeuten Freiheit - die Freiheit in den nächsten Raum zu gelangen. Aber Türen schlagen auch zu und Kinder können sich leicht die Finger klemmen. Hier helfen Türstopper und Türklemmen.
- Balkon: Ein Balkon ist sicherlich eine schöne Sache. Aber Kinder dürfen hier niemals ohne Aufsicht bleiben. Gegenstände, die auf dem Balkon stehen, wie z.B. Stühle, Getränkekisten und Wäschewannen werden schnell umfunktioniert zur Trittleiter. Das Kind möchte zu gerne wissen, was sich hinter der Brüstung verbirgt und bereits ein Sturz aus dem ersten Stock kann tödlich enden.
- Kabel und Elektrogeräte: Die ersten Krabbel- und Gehversuche verleiten Kinder sich an allem hochzuziehen, was ihnen bei dem Weg nach oben als dienlich erscheint. Herabhängende Kabel von Elektrogeräten werden gerne als "Hangelhilfe" genutzt. Herumliegende Kabel sind auch recht reizvoll um darauf zu beißen. Kabelhalter zur Sicherung von Kabeln und Kabelschläuche, in die Kabel verbannt werden erweisen gute Dienste.
- Elektrische Geräte mögen es nicht, wenn man sie mit Flüssigkeiten in Berührung bringt. Kinder wissen das natürlich nicht und "füttern" gerne mal den Videorekorder mit ihrem Saft oder meinen, dass die Musikanlage auch etwas Milch vertragen könnte. Aber spannungsgeladene Elektroteile, die dann von Kinderhänden berührt werden, verursachen nicht nur schwere Verbrennungen, sondern können auch zum Tod führen. Beschädigte Isolierungen müssen umgehend ausgebessert werden.
- Möbel: Klettern, Toben, Spielen... Jedes Möbelstück wird in das Spiel einbezogen. Scharfkantige Ecken, z.B. bei Tischen erhöhen die Verletzungsgefahr. lesen Sie weiter