Verletzungsgefahr. Kippelige Kommoden können auf das Kind stürzen. Der Fernseher, wenn er nicht stabil genug steht, kann auf das Kind fallen, Teppiche und Läufer werden zur Stolperfalle. Regale, Kommoden und Schränke müssen kippsicher gemacht werden. Mitunter hilft es bereits, wenn man das Möbelstück fest an die Wand verschraubt. Ein Kantenschutz ist hilfreich, wenn allzu spitze Kanten zur Gefahr werden können. Sicherlich gilt aber bei den meisten Gefahrenquellen, hervorgerufen durch Möbel, dass Kinder auch lernen müssen mit
Gefahren umzugehen. Ein Stuhl will erklommen werden eigene Erfahrungen geben dem Kind ein Stück selbstgewonnene Sicherheit und Selbstständigkeit. Würde man dem Kind jedes Zusammentreffen mit einer möglichen Gefahr verbieten oder sofort eingreifen, wenn das Kind auf Entdeckungstour geht, so würde das Kind unsicher bleiben, sich selbst nichts zutrauen und allem Neuen ängstlich gegenüberstehen. Es ist mitunter eine schwierige Situation für Eltern hilfreich und unterstützend dem Kind zur Seite zu stehen und es trotzdem nicht zu sehr zu beschützen. Denn man kann zwar seine eigene Wohnung komplett sicher machen, aber spätestens außer Haus, bei einem Besuch bei der Freundin beispielsweise, wird das Kind auch mal unliebsame Erfahrungen mit Tischkanten machen. Das Kinderbett sollte stabil sein. Denn Kinder lieben das Toben auf dem Bett. Ein Hochbett ist für kleinere Kinder ungeeignet, da trotz der Sturzsicherungen ein Sturz nicht auszuschließen ist. Wenn das Kind gerade erst aus dem Gitterbettchen in das erste Kinderbett kommt muss es sich erst an die neuen Grenzen des Bettes gewöhnen.
Zimmerpflanzen: Philodendrohn, Dieffenbachie, Becherprimel und selbst das Alpenveilchen sind giftig! Zimmerpflanzen sollten grundsätzlich nach oben gestellt werden und zwar so weit hoch, dass selbst Kinder, die bereits stehen und laufen können keine Möglichkeit haben an die Blätter zu kommen. Auch Blumenerde, Blumendünger und Blumenwasser sind außer Reichweite von Kindern aufzubewahren.
Tischdecken: Wie schön man sich an einer herunterhängenden Tischdecke hochziehen kann. Wie gefährlich, wenn die Tischdecke samt Kaffeegeschirr auf das Kind stürzt.
Treppen: Treppen kann man mit Schutzgittern absperren. Aber wie sollen Kindern lernen Treppen zu steigen und Höhenunterschiede zu erkennen, wenn man alles abriegelt? Und ist das Kind erst groß genug, um sich an den Treppengittern hoch zu hangeln, dann besteht sogar die Gefahr, dass sie darüber klettern und in die Tiefe stürzen. Je früher man Kinder an Treppen gewöhnt, desto besser. Natürlich darf auf Treppen nichts herumliegen, worüber Kinder stolpern könnten.
Hochstühle: Sobald das Kind selbstständig sitzen kann, sind Hochstühle ein ideales Möbelstück um Kindern die Möglichkeit zu geben am Familienessen teilzunehmen. In Punkto Sicherheit sollte man höchste Ansprüche an einen Hochstuhl stellen. Ein Hochstuhl sollte nicht nur gut aussehen und bequem sein, sondern auch so standsicher wie möglich. Dennoch dürfen Kinder nicht unbeaufsichtigt auf dem Hochstuhl sitzengelassen werden. Denn Kinder sind wie kleine Zappelphilipps. Sie stoßen sich am Tisch oder an der Wand ab um auszuprobieren, wie schön der Stuhl kippeln kann. Das der Stuhl auch umfallen kann sehen sie nicht.
Küche: Sobald man einen Blick in die Schränke wirft, die ein Kind problemlos öffnen und erreichen kann, wird einem bewusst, dass man einiges umräumen sollte. Plastiktüten sind kein Spielzeug und Kinder, die ich eine Plastiktüte über den Kopf ziehen, können ersticken. Reinigungsmittel, Pflanzenschutzmittel, Schuhputzmittel etc. gehören in obere Schränke, an die die Kinder nicht herankommen. Der Kauf von Produkten mit Sicherheitsverschlüssen dient der zusätzlichen Sicherheit. Ein Herdschutzgitter verhindern, dass das Kind an die Töpfe auf dem Herd herankommt. Ein Herdtürstopp verhindert, dass das Kind die Ofentür selbstständig aufmachen kann. Selbst für die Regler der Herdplatten gibt es eine Schutzvorrichtung, so dass verhindert werden kann, dass das Kind den Herd anmachen kann. Elektrische Geräte niemals angeschlossen und in Reichweite von Kindern aufbewahren. Schubladen, in denen sich scharfe Messer etc. befinden mit einem Schubladenschutz sichern. Giftige und ätzende Substanzen nicht in Wasser- oder Saftflaschen umfüllen. Ein Kind kann nicht erkennen, dass der Inhalt ausgetauscht worden ist. Den Müllbehälter unter Verschluss halten: Kinder haben kein Problem damit im Müll zu wühlen.
Badezimmer: Eine Hausapotheke ist wichtig. Aber sie sollte entweder abschließbar sein, oder so weit oben angebracht werden, dass Kinder sie nicht erreichen können. Ein angeschlossener Fön gehört nicht in die Nähe der Badewanne und Scheren, Nagelpfeilen, Kosmetika etc. nicht in die Nähe von Kinderhänden. Selbst der Verzehr von Zahnpasta kann zu einer ernsten Bedrohung der Gesundheit werden. Den Badezimmerschlüssel entweder abziehen oder sichern! Für Toiletten gibt es spezielle Riegel, so dass kleine Kinder den Toilettendeckel nicht selbstständig öffnen können. Waschmaschinen, deren Türen sich auch während des Waschvorganges öffnen lassen, nicht laufen lassen ohne Aufsicht