Was ist Cannabis?

 
Was ist Cannabis?Die britische Medizin-Zeitschrift «Lancet» hat bereits 1998 einen grossen Cannabis-Report veröffentlicht. Er kommt zum Schluss, der auch heute noch gelten kann: Hin und wieder Kiffen ist harmlos. Wer aber regelmässig und viel Cannabis konsumiert, riskiert seine Gesundheit.
Die wichtigsten Tatsachen voraus:
  • Der Cannabiskonsum hat weltweit zugenommen. Insbesondere konsumieren immer mehr Jugendliche in immer jüngerem Alter Cannabis.
  • Die Konzentration von THC (Tetrahydrocannabinol), des psychoaktiven Cannabinoids, hat in den letzten Jahren um ein Vielfaches zugenommen, d.h. konsumiertes Cannabis ist viel stärker als noch vor wenigen Jahren (wir sprechen hier vom Zehnfachen!).
  • Cannabis führt bei regelmässigem und anhaltend hohen Konsum zu relevanten kognitiven Einbussen, insbesondere der Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsfunktionen, wobei diese Wirkung wiederum bei Jugendlichen sehr viel markanter sind.
  • In Individuen mit einer vorbestehenden Vulnerabilität, eine Psychose (z.B. eine Schizophrenie) zu entwickeln, kann Cannabis diese Psychose auslösen. bei Patienten mit einer bestehenden Psychose kann Cannabis die Symptomatik verschlechtern. Dabei ist der frühe Erkrankungsbeginn einer Psychose assoziiert mit einem deutlich schlechteren Krankheitsverlauf, geringerer Sozialisierung und häufigeren kognitiven Einbussen (Allgemein beobachtete Assoziationen von Cannabis-Konsum zu psychischen und sozialen Problemen scheinen in der Grössenordnung von Alkoholkonsum und Tabak-Konsum zu liegen

Rausch-Wirkung von Cannabis

Wer einen Joint raucht, fühlt sich leicht und meint zu schweben. Man nimmt Farben, Musik und die räumliche Tiefe intensiv wahr. Das Zeitempfinden verändert sich stark: Die Zeit scheint erheblich langsamer zu vergehen. In der Gruppe kann der Cannabis-Konsum ansteckendes Gelächter und Rededrang auslösen. Auch Heisshunger-Attacken sind nicht selten. Das sexuelle Empfinden kann intensiver sein. Der Psychowirkstoff THC beeinflusst das Kurzzeit-Gedächtnis, macht schwerfälliger und langsamer. Wer erstmals oder selten raucht, muss mit Angst oder sogar Panik rechnen. Halluzinationen, Angst oder Gedächtnisverlust als Folge des Kiffens sind aber selten - und auch nur nach Einnahme ungewöhnlich hoher THC-Dosen und meist bei Leuten, die erstmals kiffen. Meist verschwinden diese unangenehmen Zustände sofort, wenn man auf Cannabis verzichtet. Eine Ausnahme sind hier Jugendliche um 15jährig, die eine (genetische? minimaler Hirnschaden? bestimmtes Familiensystem?) Neigung zu Psychosen haben. Bei Ihnen kann sich durch Haschischrauchen eine Schizophrenie entwickeln. Wer schlechter Stimmung ist, ist nach dem Kiffen noch schlechter drauf: Cannabis verstärkt die Gefühlslage- sei sie nun gut oder schlecht. Kiffen lässt das Herz innert weniger Minuten schneller schlagen; dieser Zustand dauert bis drei Stunden. Bei sitzenden bekifften Personen erhöht sich der Blutdruck, bei stehenden fällt er. Gesunde junge Personen haben deswegen nichts zu befürchten. THC ist kaum giftig: Bisher ist kein Fall einer tödlichen Cannabis-Überdosis bekannt.




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